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Ankommen in Deutschland

Einwanderungspolitik als biografische Erfahrung im Migrationsprozess russischer Juden

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Die Studie untersucht die Migrationsprozesse russischer Juden und beleuchtet sowohl die Einwanderungspolitik als auch die Erfahrungen der Migranten. Dichte biografische Fallstudien bieten Einblicke in den komplexen Umbau sozialer Erfahrungen und individueller Verortungen. Seit 1991 werden Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland als „jüdische Kontingentflüchtlinge“ aufgenommen. Die Autorin analysiert die Einwanderungspolitik, ihre rechtlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen sowie die sozialen und kulturellen Kontexte. Sie thematisiert eine deutsche Strategie der Identitätszuschreibung, die konstruktive und normative Züge trägt. Anhand biografischer Fallstudien wird aufgezeigt, wie diese Zuschreibungsdiskurse den individuellen Migrationsprozess beeinflussen und Migranten herausfordern, ihre Lebensgeschichte reflexiv neu zu bewerten, um ihre Präsenz zu legitimieren. Eindrückliche Porträts verdeutlichen, mit welchen Identitätserwartungen und Stereotypen russische Juden im Kontakt mit Institutionen wie Flüchtlingsheimen, Ausländerbehörden und jüdischen Gemeinden konfrontiert werden und wie sich ihre jüdischen Selbstbilder dabei verändern. Die Studie setzt neue Akzente in der ethnologischen Migrationsforschung und kann auch als Ethnografie des deutsch-jüdischen Verhältnisses gelesen werden, einem zentralen Politikfeld der Bundesrepublik.

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Ankommen in Deutschland, Franziska Becker-Furrer

Jazyk
Rok vydání
2001
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Titul
Ankommen in Deutschland
Podtitul
Einwanderungspolitik als biografische Erfahrung im Migrationsprozess russischer Juden
Jazyk
německy
Vydavatel
Reimer
Rok vydání
2001
Vazba
měkká
Počet stran
248
ISBN10
3496027169
ISBN13
9783496027164
Série
Anotace
Die Studie untersucht die Migrationsprozesse russischer Juden und beleuchtet sowohl die Einwanderungspolitik als auch die Erfahrungen der Migranten. Dichte biografische Fallstudien bieten Einblicke in den komplexen Umbau sozialer Erfahrungen und individueller Verortungen. Seit 1991 werden Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland als „jüdische Kontingentflüchtlinge“ aufgenommen. Die Autorin analysiert die Einwanderungspolitik, ihre rechtlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen sowie die sozialen und kulturellen Kontexte. Sie thematisiert eine deutsche Strategie der Identitätszuschreibung, die konstruktive und normative Züge trägt. Anhand biografischer Fallstudien wird aufgezeigt, wie diese Zuschreibungsdiskurse den individuellen Migrationsprozess beeinflussen und Migranten herausfordern, ihre Lebensgeschichte reflexiv neu zu bewerten, um ihre Präsenz zu legitimieren. Eindrückliche Porträts verdeutlichen, mit welchen Identitätserwartungen und Stereotypen russische Juden im Kontakt mit Institutionen wie Flüchtlingsheimen, Ausländerbehörden und jüdischen Gemeinden konfrontiert werden und wie sich ihre jüdischen Selbstbilder dabei verändern. Die Studie setzt neue Akzente in der ethnologischen Migrationsforschung und kann auch als Ethnografie des deutsch-jüdischen Verhältnisses gelesen werden, einem zentralen Politikfeld der Bundesrepublik.