Die Diagonale Edition ergänzt, erweitert und vertieft Filmreihen und Themenschwerpunkte des Festivals mit Essays und Kurztexten zu den einzelnen Filmen. Der dritte Band beschäftigt sich mit dem historischen Spezialprogramm „Neue Unsicherheiten – Österreichischer Dokumentarfilm in den Neunzigerjahren“. Die Neunzigerjahre sind ein Scharnier zwischen dem „No Future“-Slogan der Achtziger und dem rapiden Höhenflug des Internet. Sie stehen im Zeichen eines radikalen gesellschaftspolitischen Umbruchs, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen: New Labour, die Balkankriege und eine neue Erinnerungskultur bestimmen das Jahrzehnt. Der österreichische Dokumentarfilm reagiert mit seismografischem Gespür sowie mit neuen hybriden Formaten auf die Verwerfungen. Der die Retrospektive begleitende Band widmet sich anhand mehrerer Essays dem zeithistorischen Kontext von Filmen wie Postadresse: 2640 Schlöglmühl (Regie: Egon Humer), Totschweigen (Regie: Margareta Heinrich, Eduard Erne) und Das Jahr nach Dayton (Regie: Nikolaus Geyhalter). Mit Beiträgen von Christa Blümlinger, Marko Dinić, Silvia Hallensleben, Magdalena Miedl, Bert Rebhandl und Andreas Ungerböck.
Diagonale Pořadí knih (chronologicky)


Die erste Schicht
- 128 stránek
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Die neu eingeführte Diagonale-Edition ergänzt, erweitert und vertieft Filmreihen und Themenschwerpunkte des Festivals mit Essays, Interviews und Kurztexten zu den einzelnen Filmen. Der erste Band beschäftigt sich mit dem historischen Spezialprogramm »Die erste Schicht«: Anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums des »Gastarbeiterabkommens« mit der Türkei setzt sich die Filmereihe mit Arbeitsmigration und ihren soziökonomischen und kulturellen Auswirkungen auseinander. In der Überzahl der 18 Filme wird die Perspektive von Filmemacher:innen aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei bestimmt, die vom Aufbrechen in die »Gastländer« erzählen; von der Rückkehr und den widersprüchlichen Lebenssituationen dieser ersten Generation. Die Porträtierten sprechen von ihren Wünschen, Hoffnungen und Sorgen in teilweise absurd-surrealen Situationen. Die Essays des Buches widmen sich den Entdeckungen der Reihe, spekulieren über Lücken in der österreichischen Filmgeschichte und fordern die Erweiterung eines transnationalen Filmarchivs.