Lewis Carrolls Werke zählen zu den Klassikern der Kinderliteratur und haben zahlreiche Nonsense-Erzählungen hervorgebracht, die immer wieder neu interpretiert und für Theater, Kino und Fernsehen adaptiert wurden. Sie inspirierten auch Avantgarde-Bewegungen wie Dada und Surrealismus. Die Poetik dieser Geschichten ist voller Widersprüche und Paradoxa, die beim Lesen einen vibrierenden Zustand der Unruhe erzeugen. Wenig bekannt ist jedoch, wie das Zusammenspiel unvereinbarer ästhetischer Figurationen aus "Alice in Wonderland" ein Eigenleben in der Populärkultur entwickelt hat, das bis heute wirksam ist: die "Alice-Maschine". Christine Lötscher macht diese Dynamik in ihren Analysen sichtbar und zeigt, wie die "Alice-Maschine" das Nicht-Verstehen, das Denken und Fühlen an der Grenze der Sinngebung zwischen Freiheit und Verstörung ästhetisch genießbar macht, besonders in Zeiten gesellschaftlicher und medialer Umbrüche. Die Analyse gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil behandelt Carrolls Wunderland und die "Alice-Maschine", während der zweite Teil sich mit dem Nachleben des Klassikers in der Populärkultur beschäftigt, einschließlich seiner Darstellung im Kino der 1960er und 1970er Jahre sowie in zeitgenössischen Fernsehserien.
Christine Lötscher Knihy


Vom Leben einer Unangepassten
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Elisabeth Kübler wird 1931 in Buchs geboren und wächst in einem bürgerlichen Milieu auf, aus dem sie bald ausbrechen möchte. Nach dem Lehrerinnendiplom beginnt sie mit knapp zwanzig Jahren eine Schauspielausbildung am Zürcher Bühnenstudio, was einen entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben darstellt. Nach ihrer Schauspielkarriere tourt sie mit ihrem Ehemann Jörn Kübler zehn Jahre lang mit dem Circus Knie durch die Schweiz, inspiriert von ihrem Wunsch, Seelöwendompteuse zu werden. 1969 übernimmt das Paar die Leitung der renommierten Galerie Maeght in Zürich, vermittelt durch den Kunstsammler Gustav Zumsteg. Nach dem Tod ihres Mannes 1975 wird sie alleinige Direktorin der Galerie und prägt das Zürcher Kulturleben nachhaltig. Auch nach ihrem Rückzug 1994 bleibt die Kunst ein zentrales Element in ihrem Leben. Ihre Leidenschaft für die Kunst des Alltags, wie das Binden von Blumensträußen und Kochen, spiegelt ihren Lebensstil wider. Ihr Gespür für Kleidung und Inneneinrichtung prägt ihr Auftreten und ihre Wohnorte. Die Publikation umfasst Texte verschiedener Autor*innen und Gespräche mit Kübler sowie zahlreiche Fotografien und Dokumente, die das faszinierende Leben einer Frau skizzieren, die ihren Lebensweg stets außerhalb von Konventionen gestaltet hat.