Der Champignon von der Spore bis zum Konsum
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Für eine erfolgreiche Champignonkultur benötigt man einen dunklen Raum mit gleichmäßiger Temperatur von 16 bis 20 Grad und ohne Zugluft. Man braucht Pilzsporen, auch Brut genannt, und frischen Pferdemist, der möglichst kein Stroh enthält. Der Mist muss auf einen Haufen geschichtet werden, um gären zu können. Nach dem Erhitzen muss er regelmäßig umgesetzt werden, bis die Hauptgärung abgeschlossen ist. Der Haufen muss während dieser Zeit vor Regen geschützt werden. Im dunklen Raum werden aus dem Mist hügelige Beete mit einer Breite von etwa einem Meter und einer Höhe von 60 Zentimetern angelegt. Alternativ kann der Mist in Kisten oder Fässer gefüllt werden, wobei Wärme und Feuchtigkeit erhalten bleiben müssen. Sobald die Beete 18 bis 20 Grad erreichen, wird die Brut eingesetzt, nachdem die Beete mit einem Brett glattgedrückt wurden. In Abständen von 10 bis 15 Zentimetern werden sechs Zentimeter tiefe Löcher gemacht, in die die Brutstücke gegeben werden. Das Beet wird dann mit Strohdecken zugedeckt und nach zwei bis vier Wochen mit Pilzfäden durchzogen sein. Es sollte stets feucht gehalten werden, wobei die Luftfeuchtigkeit erhöht und die Temperatur bei etwa 15 Grad liegen sollte. Die Wachstumsphase variiert; einige Champignons können bereits nach acht Wochen geerntet werden, während andere länger brauchen. Der Band ist mit 108 S/W Abbildungen illustriert und ein Nachdruck der Originalauflage von 1905.
