Churburg
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Die Fahlburg, einst im Besitz der einflussreichen Familie Brandis, wird als bedeutendes Herrschaftssymbol Südtirols präsentiert. Der Kunstführer beleuchtet erstmals umfassend ihr kulturelles Erbe. Christoph Gufler widmet sich in der ersten Hälfte der Geschichte der Burg, während Leo Andergassen in der zweiten Hälfte die bauliche Entwicklung und kunsthistorischen Aspekte thematisiert. Ergänzt wird das Werk durch zahlreiche exklusive Fotos, die die architektonischen und kunstgeschichtlichen Highlights der Fahlburg eindrucksvoll dokumentieren.
Der Band bietet eine umfassende Erfassung des Gesamtwerks von Joseph Wengenmayr, einem bedeutenden Maler des späten Barock, der zwischen 1747 und 1804 in Augsburg wirkte. Seine vielfältigen Arbeiten umfassen Wand- und Staffeleimalereien, Altarbilder, Kreuzwege und Andachtsbilder, die stark von Augsburger Druckvorlagen inspiriert sind. Wengenmayr, als "pictor religiosus" bekannt, verkörpert den künstlerischen Anspruch seiner Zeit und integriert klassizistische Elemente in profane Raumdekorationen. Neu ausgewertete Quellen eröffnen Einblicke in sein Leben und Schaffen als Künstlermigrant.
Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert verbindet mittelalterliche Festungsbaukunst mit Renaissancearchitektur und neuzeitlichen Wehrelementen. In der Burgkapelle sind Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert erhalten. Nach Bränden im 19. Jahrhundert verfiel das Schloss, wurde aber zwischen 1987 und 1995 restauriert. Ein reich illustrierter Führer erschließt die Anlage.
Die bislang nur in Ansätzen ausgedeuteten spätromanischen Wandmalereien im Dachraum der Liebfrauenkirche und in der Johanneskapelle im Brixner Dombezirk erweisen sich als singuläre Träger verschlüsselt gebotener ikonischer Systeme. Die auftraggebenden Bischöfe Konrad von Rodank und Berthold von Neuffen hinterließen damit im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts theologisch versierte, elitäre Programme, die allein unterstützt durch Schriftzitate rezipiert und verstanƠden werden konnten.0Damit engt sich der intendierte Rezipientenkreis auf das engere geistliche Umfeld des Bischofs ein. Dieser Band nimmt in erster Linie die inhaltliche Seite der Malereien in den Blick, untersucht aber auch Formgeschichte und Stil. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem denkmalpfleƠgerischen Umgang mit den Bildmonumenten, die um 1900 erfolgte Polychromierung der Wandmalereien in der Johanneskapelle durch den Historienmaler Theophil Melicher wurde bereits damals breit diskutiert und einer kommissionellen Begutachtung unterworfen.0Insgesamt sind die Programme als komplexe, singuläre Botschaften zu lesen, die es so im europäischen Kontext kein zweites Mal gibt. Insofern berührt der neue Zugang in Ausdeutung und vollständiger Bildwiedergabe Qualitäten mittelalterlicher Monumentalmalerei, die sich bruchlos an elitäre geistliche Strömungen anbinden lassen
St. Prokulus in Naturns ist über Südtirols Grenzen hinaus bekannt, insbesondere für seine gut erhaltenen, vorromanischen Malereien mit schwer zu deutenden Inhalten. Am 10. und 11. November 2016 fand eine wissenschaftliche Tagung in Zusammenarbeit mit der Markgemeinde Naturns statt, deren Ergebnisse nun in schriftlicher Form vorliegen. Diese bieten ein umfassendes Bild des aktuellen Forschungsstands zur Kirche. Zahlreiche neue Erkenntnisse haben bestehende Thesen und Datierungen widerlegt. Die Themenbereiche Archäologie, Baugeschichte, Bautypologie, Kunstgeschichte und Geschichte präsentieren Neuigkeiten: die Entwicklung des Friedhofsareals von der Spätantike bis zur frühen Neuzeit, die Bauphasen der Kirche, Vergleiche zu trapezförmigen Chören in den Alpen, sowie die vorromanischen Fresken im Kontext frühmittelalterlicher Wand- und Buchmalerei. Zudem werden die gotischen Malereien im Zusammenhang mit den Grundherren betrachtet, und es gibt neue spektralfotografische Aufnahmen der Fresken. Zwei Miszellen zur Ikonographie der vorromanischen Wandmalerei runden die Forschung ab. Renommierte Autorinnen und Autoren aus Süd- und Nordtirol, der Schweiz, Deutschland und Norditalien beleuchten die lange und vielfältige Geschichte der Prokulus-Kirche. Dieser reich bebilderte Band wird der St.-Prokulus-Forschung neuen Impuls verleihen.
Im Jahr 1863 wurde das Schloss aus dem Besitz der Erben Hendl von der Gemeinde Goldrain gekauft und das Gemäuer einer vielseitigen Nutzung unterworfen. Seit 1988 steht die Aus- und Weiterbildung im Zentrum des alten Gemäuers. Ein im Mittelalter errichteter Adelssitz ist zum Bildungshaus geworden, Geschichte und Gegenwart reichen sich die Hand. Der Führer aus der bekannten Reihe des Südtiroler Burgeninstituts zeigt die spannende Geschichte von Schloss Goldrain und seine Ausstattung auf. So reiht sich das Schloss ein in eine Vielzahl wichtiger Südtiroler Objekte, die in der Reihe vertreten sind. • Führer durch den ehemaligen Adelssitz • Ein historischer und baugeschichtlicher Überblick über Schloss Goldrain
Betrifft die Handschrift Mss.h.h.I.16 der Burgerbibliothek Bern (S. 29-31)
Die Ausstellung thematisiert erstmals den Protestantismus in Tirol anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation, die mit Martin Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 beginnt. Ein Schwerpunkt liegt auf Luther und der Verbreitung seiner Lehren durch den Buchdruck, der auch die deutsche Bibel beeinflusste. In Tirol werden die Anfänge der "neuen Lehre" aufgezeigt, mit prominenten protestantischen Predigern wie Urbanus Reghius und Strauß in Hall. Die Bildkultur des 16. Jahrhunderts spiegelt neue Inhalte wider, die aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift entstanden. Besonders hervorgehoben wird der Maler Bartlmä Dill Riemenschneider, der in Täuferkreisen aktiv war. Bilder wurden zu einem Medium der Auseinandersetzung, unterstützt durch Flugschriften, die den Konflikt zwischen Lutheranern und "Papisten" verdeutlichten. Auch die theologischen Debatten wurden intensiv geführt. Mit der Konfessionalisierung des Reiches wurde die protestantische Ausübung in Tirol verboten, und im 17. Jahrhundert kam es zur Ausweisung der Deferegger Protestanten. Selbst nach dem Toleranzpatent von Kaiser Joseph II. wurden protestantische Gruppen zur Auswanderung gezwungen. Das Protestantenpatent von Kaiser Franz Josephs markiert den Beginn einer neuen Ära, die zu den ersten protestantischen Kirchen- und Gemeindegründungen in Meran, Bozen, Arco und Innsbruck führt.
Schloss Tirol ist die wichtigste Residenzburg der Tiroler Grafen. Die im Typus von Pfalzen entstandene Anlage reicht in die Anfange mittelalterlicher Burgenzeit zuruck. Schwerpunkte der Anlage liegen im Sudpalas und in der Kapelle. Den kunstlerischen Brennpunkt bilden die beiden romanischen Portale.
Der Felskopf am Sudwestrand des Bozner Talkessels war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, 945 wird dort das castrum Formicaria urkundlich erwahnt. Bis ins 15. Jh. stellt die Burg den wichtigsten Stutzpunkt der Bischofe von Trient im Raum Bozen dar. Der Tiroler Landesfurst Erzherzog Sigmund der Munzreiche erwirbt die Anlage und lasst sie ab 1473 zu einer modernen Festung ausbauen. Die Mauern, Geschutzrondelle und der Hauptbau im unteren Hof beeindrucken durch ihre Monumentalitat und sorgfaltige Ausfuhrung im Detail. Der Weisse Turm, der Ostpalas und die alte Burgkapelle mit Resten von Wandmalereien reichen ins 12. und 13. Jh. zuruck.Seit 2006 ist die vom Land Sudtirol erworbene und restaurierte Burg offentlich zuganglich. Reinhold Messner hat die Anlage auf 30 Jahre gemietet und das Messner Mountain Museum Firmian darin eingerichtet.
Errichtet um 1580, erfuhr Schloss Velthurns eine reiche Ausstattung mit intarsierten Täfelungen, Öfen und Wandmalereien. Die Wandmalereien der Werkstatt Pietro Bagnatore aus Brescia orientieren sich an niederländischen Kupferstichen und illustrieren das Bildungswissen der Zeit, in das gegenreformatorische und humanistische Grundpositionen einfließen. Die Meisterschaft der Tischler Hans Spineider und Hans Rumpfer zeigt sich in der Ausstattung des sog. Fürstenzimmers.
Mit dem vorliegenden Band liegt erstmals ein auf Vollständigkeit hin angelegter, reich bebilderter Katalog der Renaissancealtäre und Epitaphien in Tirol (Süd-, Nord- und Osttirol) vor. Der chronologisch aufgebaute Katalogteil ist eingebettet in eine ausführliche allgemeine Darstellung. Untersucht werden der formale Wandel im Altarbau vom spätgotischen Flügelaltar hin zum frühbarocken Säulenaltar, die Vorlieben in der Bildwahl, die Stiftungsgeschichte und die stilistische Zuordnung. Das Wissen um Werke von Tiroler Künstlern des 16. und 17. Jahrhunderts wird dadurch wesentlich erweitert. Erstmals wird auch die frühneuzeitliche Epitaphkultur im Tiroler Raum untersucht, wobei die Beschränkung auf das Holzepitaph den Vergleich mit dem Altarbau ermöglicht.
Die Kleinen Kunstführer erscheinen zu einzelnen Kirchen, Klöstern, Schlössern, Burgen, Kunstlandschaften, Städten und Museen im abendländischen Kulturraum und bilden als Sammlung eine reich illustrierte topographische Bibliothek der Kunstschätze Europas. In knapper, ansprechender Form sowie nach einheitlichem Schema und auf aktuellem Forschungsstand liefern die Kunstführer einen fundierten Überblick über Geschichte, Baumeister, Künstler, Architektur, Stil, Ausstattung und Bedeutung der Bilder in den einzelnen Kunststätten. Die Texte sind verständlich und flüssig geschrieben und können in der für einen Besuch zur Verfügung stehenden Zeit gelesen werden. Das aktuelle Layout und die Ausgestaltung des Führers mit brillanten, von ausgewiesenen Fotografen angefertigten Bildern machen die Lektüre zu einem besonderen Vergnügen, so dass man den Führer auch zuhause gern wieder in die Hand nimmt. Ergänzend zu den Kleinen Kunstführern sind bisher über 270 Große Kunstführer erschienen, die die entsprechenden Denkmäler im Handbuchformat und ausführlicher darstellen. Eine Reihe von Denkmälern werden inzwischen durch Hörbücher oder Audioguides für iPhones bzw. Smartphones erschlossen, die unsere Tochterfirma Artguide herstellt.
Das Palais Mamming, ehemals Steinachheim, in Meran ist einer der wenigen Renaissancebauten in Südtirol. Es steht für den Aufstieg und das Wirken einer adeligen Familie, darüber hinaus spiegelt es auch die bewegte Geschichte der Stadt.0Eine Reihe von Autorinnen und Autoren beschreiben das Haus und dessen Geschichte aus möglichst vielen Blickwinkeln: Der Kunsthistoriker Leo Andergassen interpretiert die Fresken neu, Dokumente aus dem Stadtarchiv belegen, welche Handwerker am Bau und an der Ausstattung des Hauses beteiligt waren.0Eine Fotodokumentation des Künstlers Ulrich Egger zeigt das Palais vor und nach der Restaurierung bzw. Adaptierung als Museum der Stadt Meran.