Bis heute gilt er sprichwörtlich als der »Vater des modernen Rechnens« – der berühmte Rechenmeister Adam Ries (1492–1559). Seine praktischen Rechenbücher erreichten einen großen Leserkreis, und so trug Ries maßgeblich zur Verbreitung der indisch-arabischen Ziffern bei. Besonders sein zweites Rechenbuch, erstmals 1522 erschienen, erfreute sich enormer Beliebtheit und begründete den Ruhm seines Autors. Für diese Ausgabe hat der Dresdner Mathematiker Stefan Deschauer den Text des Originals behutsam und kenntnisreich modernisiert und mit einem umfassenden Kommentar versehen.
Stefan Deschauer Knihy



Byzantinische Mathematik im 15. Jahrhundert. Codex Vindobonensis philologicus graecus 65
Neuere Erkenntnisse und Edition der Anfangskapitel
- 98 stránek
- 4 hodiny čtení
Der anonyme Codex Wien, Österreichische Nationalbibliothek, phil. gr. 65, gehört zu den wichtigsten spätbyzantinischen mathematischen Handschriften. Nach der Arithmetik, die vom Autor 2014 veröffentlicht worden ist, liegt hiermit eine kommentierte Edition der Folios IIv–9v vor, die in der jetzigen Bindung der Handschrift vor dem Beginn des Rechenbuchs stehen. Inhaltlich geht es um die vollkommenen Zahlen in verschiedenen Interpretationen und um Themen zur (nachträglichen!) Ergänzung von Kapiteln des Rechenbuchs aus dem Buchkern (Gittermultiplikation, Neunerprobe, Multiplikation im Kopf). Der Text ist von eminenter Bedeutung für grundlegend neue Erkenntnisse, vor allem was den Aufbau des Codex und seine Verfasserschaft betrifft. Demnach ist der Codex falsch gebunden, und der Aristoteles-Kommentator und Metropolit von Mytilene Leon Magentenos (1. Hälfte des 14. Jahrhunderts) ist, wie in der Fachliteratur zu dieser Handschrift unzutreffenderweise angeführt, als Mitautor auszuschließen.
Das macht nach Adam Riese
Die praktische Rechenkunst des berühmten Meisters Adam Ries
- 319 stránek
- 12 hodin čtení