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Explizite Regelpoetiken entwickeln sich im Meistergesang erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Im frühen anonymen Meistergesang des 14. und 15. Jahrhunderts finden sich poetologische Reflexionen ausschließlich in den sangbaren Texten. Die Studie ediert und analysiert Bare, die das Dichten thematisieren und aus denen sich sprachliche, metaphorische und gattungstypologische Merkmale einer Poetologie ableiten. Für diesen frühen Meistergesang sind explizite volkssprachige Poetiken nicht nachweisbar. Während die späteren, institutionell organisierten Meistersinger mit Tabulaturen eine normative Textgattung entwickeln, muss die Poetologie des frühen Meistergesangs aus der Dichtung selbst erschlossen werden. Die Zuschreibung des Maßgebendseins für poetologische Gedichte negiert die Vorstellung einer abstrakten Norm, die im Gedicht versifiziert oder herausdestilliert wird. Stattdessen tritt das Gedicht selbst in den Vordergrund. Die Studie untersucht Bare, die zwischen ca. 1350 und 1520 entstanden sind und Reflexionsformen wie dichterische Fachsprache, das Bild des Dichters als Handwerkers, Reimkunstwerke oder festgelegte Liedtypen verwenden. So wird der frühe Meistergesang durch adäquate Editionen zugänglicher, besser verständlich und als Teil der meistersingerischen Tradition mit eigenständigem poetologischen Profil gekennzeichnet. Die Arbeit zeigt sprachliche, metaphorische und gattungstypologische Merkmale einer Poetologie des früh
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Maßgebendsein, Anabel Recker
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- 2021
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