»Das Psychogramm einer Epoche« sieht Peter von Matt (FAZ) in Meßmers Gedanken. Meßmers Ziel ist die 4. Dimension der Autobiographie. Nach Kenntnis seiner geistigen und psychischen Beschaffenheit und der Fähigkeit, Abenteuer nicht in Handlungen, sondern in Prosa stattfinden zu lassen – wie Meßmer es selbst fordert – , ist nicht daran zu zweifeln, daß er sein Ziel erreicht.
Meßmer Série
Tato sága sleduje vnitřní svět a vnější život muže, který se potýká s existenciálními otázkami a hledáním smyslu. Série se ponořuje do psychologických hlubin a společenských komentářů, zkoumá složitost lidské povahy a proměnlivou povahu identity. Je to úvahová cesta, která vyzývá čtenáře, aby přemýšleli o vlastních životních volbách a vnitřních bojích. Každý díl postupně odhaluje další vrstvy protagonistova vnímání světa a jeho místa v něm.



Doporučené pořadí čtení
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Mit Meßmers Reisen knüpft Martin Walser an sein 1985 erschienenes Buch Meßmers Gedanken an. Es ist eine Selbst- und Welterkundung von geradezu bestürzender Radikalität. Was der Autor hier vorstellt, ist nichts weniger als eine Art innerster Autobiographie, eine Autobiographie der Existenz. Er bezieht nicht den Schutzraum einer erzählten Geschichte, sondern erfindet sich die Figur Meßmer, an die er sich nachdenklich, aggressiv, erkenntnissüchtig wendet; immer wieder wechselt er dabei vom »er« zum unverstellten »ich«, das sich weder Maske noch Schonung gönnt. Walser läßt seinen Meßmer unterwegs sein als jemand, der seine Erfahrung nicht geringschätzt und doch mit schärfster Neugier alles und sich selbst in Frage stellt – eben, um neue Erfahrungen zu machen jenseits des Meinens.
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Meßmers Momente
- 103 stránek
- 4 hodiny čtení
«Ich leide an Verfolgungswahn. Das ist das Einzige, was mich von meinen Verfolgern unterscheidet.» So beginnt der lang erwartete dritte Band von Martin Walsers Meßmer-Büchern – eine Sammlung irrlichternder Gedanken, Sinnsprüche, Seelennotate. «Jeder weiß, wie alt du bist. Nur du nicht», heißt es da melancholisch oder: «Ich bin die Asche einer Glut, die ich nicht war.» Meßmers Momente sind Augenblicke, die bemerkenswert sind – wegen ihrer Schwere. Sie leben vom Selbstausdruck mit jedem Risiko, und genau dieses Risiko birgt auch die Schönheitschance, die Erlösung. «Ich muss mich meiden. Wie meidet man sich?» Je dunkler seine Stimmung ist, desto heller leuchtet, was dieser Meßmer durchs In-Worte-Kleiden daraus macht. Und tatsächlich, Meßmers Momente sind ein Balanceakt: schwebende Momente der Schwere, leuchtende Momente des Dunklen, durch sprachlichen Ausdruck zum Funkeln gebrachte Düsternis. Hier, nur scheinbar verborgen hinter dem Namen Meßmer, zeigt sich ein Ich im Widerstreit zwischen Welterkundung und Subjektivität, Wirklichkeit und Wunsch.