Alte Geschichte - Internationale Zeitschrift für Historische Geographie der Alten Welt / Journal of Historical Geography of the Ancient World / Revue internationale de la géographie historique du monde antique / Rivista internazionale di geografia storica del mondo antico
Die Erforschung der Geographie der Alten Welt ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Der Orbis Terrarum bietet Raum für Publikationen in den Bereichen Geschichte, Philologie, Geographie und Archäologie. Dabei ist das inhaltliche Spektrum, das mit dem Orbis Terrarum abgedeckt werden soll, bewusst breit angelegt. Geographisch-topographische Studien haben hier ebenso ihren Platz wie Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen Mensch und Landschaft sowie wissenschaftsgeschichtliche oder methodologische Arbeiten. Die Beiträge dieser Ausgabe erstrecken sich chronologisch von der Welt Herodots bis in die römische Kaiserzeit. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf der Untersuchung von antiken Texten (z. B. Herodot), archäologischen Fragestellungen, Numismatik, der Küste als geopolitischem Faktor oder der Regionalgeschichte. Der Band bietet zudem Studien, die räumlich in Südfrankreich, der Levante und dem vorderasiatischen Raum angesiedelt sind. Schließlich enthält der Orbis Terrarum einen umfangreichen Literaturteil mit Rezensionen von Neuerscheinungen zur historischen Geographie der Alten Welt.
Versteht man „Vermessung“ in seinen diversen Facetten, so meintsie nicht nur die geodätische Erschließung des physischen Raumes, sondern vor allem die verschiedenen Formen von politischer, wirtschaftlicher, sozialer und auch mentaler Aneignung von Räumen. Die Erkenntnis, dass auch der Raum eine kulturelle Größe bzw. ein kulturelles Paradigma darstellt, hat sich in den letzten Jahren verstärkt in den Kultur- und Geisteswissenschaften durchgesetzt. Dem gegenüber hat der Begriff der „Oikumene“ in der jüngeren Forschung so gut wie gar keine Aufmerksamkeit gefunden. Mit diesem Ausgangspunkt für eine internationale Tagung im Oktober 2010 in Berlin stehen nun imMittelpunkt des inhaltlich erweiterten Tagunsgbandes Fragen nach der Gestalt und Größe der griechisch-römischen Oikumene, ihren Grenzen und ihrer Binnenstrukturierung. Ausgehend von der Analyse unterschiedlicher literarischer Genrestragen die Beiträge zum einen das stark fragmentierte und fragmentarische Wissen zusammen, zum anderen rekonstruieren und analysieren sie die verschiedenen Kontexte, in denen dieses Wissen generiert und gespeichert wurde.
Nachlassverwalter des Alexanderreiches oder Autokrat?
100 stránek
4 hodiny čtení
Following Alexander the Great's sudden death, the Diadochi, or "successors," convened in Babylon to divide the empire. Perdiccas, entrusted with Alexander's ring, emerged as a key figure in these tumultuous councils. Primary sources, particularly Diodorus, depict him negatively as the regent for King Philip III, who was unfit to rule, and the infant King Alexander IV. This study questions whether Perdiccas was an autocrat masquerading as a guardian of the kings' interests or if a more nuanced understanding of his character can be gleaned, contrasting with Diodorus's harsh criticism. The investigation begins with the Babylonian councils of June 323 BC, focusing on Perdiccas's role among his fellow officers. It then examines original sources detailing his life up to his assassination by his own men in the summer of 320 BC, comparing his actions with those of other Diadochi. The final section explores how the circumstances of his death shaped perceptions of Perdiccas. This analysis serves as a broader examination of the early phase of Hellenism and the establishment of various regimes among the Diadochi.