Knihobot

Klaus Jochen Arnold

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    Zeitgeschichtliche Forschungen - 23: Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion
    • Zeitgeschichtliche Forschungen - 23: Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion

      Kriegführung und Radikalisierung im „Unternehmen Barbarossa“

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      Führte die Wehrmacht 1941/42 einen »planmäßigen Vernichtungskrieg« gegen die Zivilbevölkerung, gefangene Rotarmisten und die jüdische Bevölkerung? Waren Generäle und Soldaten aus eigener Initiative an nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt? Der Autor untersucht diese Fragen anhand zentraler Aspekte der deutschen Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion, darunter Ausbeutung, Behandlung von Kriegsgefangenen, Partisanenbekämpfung und die Beteiligung am Mord an sowjetischen Juden. Die Besatzungspolitik im »Unternehmen Barbarossa« war das Resultat einer kontinuierlichen Radikalisierung, die die Verbrechen des NS-Regimes katalysierte. Unerwartete Entwicklungen der militärischen Operationen, verschlechterte Nachschub- und Transportlage, die sowjetische »Verbrannte Erde«-Politik und ein Partisanenkrieg trugen zur Verwicklung der Wehrmacht bei. Dem standen positive Erfahrungen mit der Bevölkerung und Kriegsgefangenen gegenüber, die oft freundlich waren. Die Radikalisierung der Methoden war das Ergebnis außergewöhnlicher Bedingungen des deutsch-sowjetischen Krieges und einer gezielten Verschärfung durch Hitler, nicht das Resultat ideologischer Vernichtungspläne. Befehlshaber versuchten, das Massensterben unter Kriegsgefangenen und Hungersnöte zu verhindern sowie Exzesse der Truppen einzudämmen. Die Arbeit wurde mit dem 3. Preis des Werner-Hahlweg-Preises 2004 für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften ausgezei

      Zeitgeschichtliche Forschungen - 23: Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion2004