Annäherungen an eine Grundlegung der Kultur- und Sozialwissenschaften
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Die Untersuchung der Reziprozität wird durch die Analyse alltäglicher Phänomene wie Grüßen, Verabschieden und Schenken eingeleitet. Mithilfe der Objektiven Hermeneutik wird ein Begriff der strukturellen Reziprozität entwickelt. Anschließend werden die Theorien von M. Mauss, C. Lévi-Strauss und M. Hénaff zu Gabe und generalisiertem Tausch anhand ethnographischer Materialien und philosophischer Reflexionen betrachtet. Durch eine kritische Re-Analyse entsteht ein empirisch fundierter und theoretisch konsistenter Begriff von Reziprozität, während praktische Beispiele den Lesern Forschungsansätze bieten.
Konstitutionstheoretische, methodologische und methodische Reflexionen zu ihrer Untersuchung
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Die vorliegende Studie zu den konstitutionstheoretischen und methodologischen Grundlagen der Erforschung der eigenlogischen Struktur von Städten entstand im Rahmen eines Projekts für den LOEWE-Schwerpunkt »Eigenlogik der Städte« an der Technischen Universität Darmstadt. Sie entwickelt einen Rahmen für die empirische Untersuchung der Besonderheit von Städten, wobei der Fokus auf deren Eigenheiten liegt. Zunächst wird die Frage nach der Konstitution des Gegenstands ›Stadt‹ auf überraschende Weise beantwortet: Stadt ist die Lösung des Problems, einen nicht autarken Ort dauerhaft zu gestalten. Ort wird als Handlungs- und Entscheidungsort verstanden, der sowohl sozial-räumliche als auch physikalisch-räumliche Dimensionen umfasst. Eine spezifische Stadt stellt demnach einen Fall städtischen Siedelns dar, der auf die Versorgung eines nicht autarken Ortes reagiert, der religiöse, politische oder ökonomische Charakteristika aufweist. Daraus ergibt sich die methodologische Bestimmung einer Stadt als eigenlogische Struktur, die als Antwort auf ein konstitutives Handlungsproblem entstanden ist. Die methodische Erkenntnis dieser individuellen Gestalt ermöglicht es, das Besondere an ihrer Form zu erfassen, ohne es in gängige gesellschaftliche Kategorien zu pressen. Eine rekonstruktive Methode muss die spezifische Selektivität der jeweiligen Stadt bestimmen und die eigenlogische Struktur, die diese Selektivität generiert, konzeptuell erfasse