Knihobot

Heidi Eisenhut

    Herbert Hoffmann. Tätowiert muss er sein
    WortSchatz: Appenzeller Kircheninschriften neu gelesen
    • WortSchatz: Appenzeller Kircheninschriften neu gelesen

      500 Jahre reformation 1524-2024

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      In den reformierten Kirchen des Appenzellerlands sind biblische Inschriften zu finden, die zentrale christliche Botschaften vermitteln und einen kulturellen Wortschatz darstellen. Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation im Appenzellerland wird dieser Wortschatz neu gedeutet. Die Reformation erklärte mit dem Schriftprinzip die Bibel zur Grundlage von Glauben und Theologie. Im Frühjahr 1524 stimmte die Landsgemeinde diesem Prinzip zu und öffnete damit das Tor zur Erneuerung der Kirche im damals ungeteilten Land. Die Landsgemeinde ebnete den Weg zur Reformation, die in diesem Jahr Einzug hielt. Die Bibelverse, die in allen reformierten Kirchen Ausserrhodens und Innerrhodens zu finden sind, bezeugen dieses schriftbasierte Glaubensverständnis. Sie sind an Portalen, Ecksteinen, Innenwänden, Abendmahlstischen, Kanzeln und Glocken angebracht. Diese Inschriften wirken bis heute als stille oder klingende Ausdrucksformen des Glaubens und dienen als Identitätsmarker, Zierde und Sinnspruch. Zusammen bilden sie ein Kompendium zentraler christlicher Glaubensinhalte aus evangelisch-reformierter Perspektive und prägen das Selbstverständnis, die Lebensführung und den Hoffnungshorizont der Menschen. Zu Ehren des Jubiläums haben 30 Autorinnen und Autoren die Inschriften neu interpretiert.

      WortSchatz: Appenzeller Kircheninschriften neu gelesen
    • 'Tätowiert muss er sein.' – Es gibt wohl kaum einen Satz, der treffender auf den Punkt brächte, was Herbert Hoffmann zeit seines Lebens umgetrieben hat: die Leidenschaft für den tätowierten Mann. Vom Hals bis zu den Füssen steckte er selbst in der Tinte. Im Laufe der Zeit war sie verflossen, blauer geworden, sie hatte an Leuchtkraft verloren und blieb doch, bis zum Schluss, lesbar. Zwischen 1960 und 1975 füllte Hoffmann ein Album mit bebilderten Artikeln von vielen tätowierten Männern und Frauen aus Magazinen, mit Cartoons, auf denen Tattoos zu sehen sind, und mit Geschäftskarten von Tattoo-Studios. Die Seiten sind schön, die Artikel bewusst gruppiert, Hoffmann war ein Perfektionist, seine ebenmässige Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Und diesem Werk trägt das vorliegende Buch Rechnung, es zeigt eine Leidenschaft und ein Stück Sammlergeschichte aus seinem Nachlass in der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

      Herbert Hoffmann. Tätowiert muss er sein