Translation im Spannungsfeld der cultural turns
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Interpretationskategorien einer kulturorientierten Literaturwissenschaft
In dieser Monografie werden ausgewählte Kulturtexte des 20. und 21. Jahrhunderts unter Anlehnung an die Interpretationskategorien Fremdheit, Gedächtnis und Translation gelesen. Um das Deutungspotential dieser drei Leitbegriffe einer kulturorientierten Literaturwissenschaft zu entfalten, werden sie einer metaphorischen Extension unterzogen und in diversen Konfigurationen zusammengeführt. Der so entwickelte Analyserahmen erlaubt es aufzuzeigen, wie sich die Werke von so unterschiedlichen Autoren wie Thomas Mann, Bruno Schulz, W. G. Sebald und J. S. Foer sowie ihre interlingualen, intersemiotischen und sonstigen Translationen gegenseitig beleuchten. In den Blickwinkel rücken dabei Wechselbeziehungen zwischen kulturwissenschaftlichen Diskursen wie die Übersetzungs- und die Gedächtnisforschung.
Festschrift für Prof. Andrzej Kątny zum 65. Geburtstag
In dieser Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Andrzej Kątny knüpfen die Autorinnen und Autoren aus Polen, Deutschland, Österreich, Russland und der Ukraine an die Forschungsgebiete des Jubilars an. Die Themen der Aufsätze reichen daher von kontrastiver Grammatik (Deutsch-Polnisch-Englisch) über Wortbildung in kontrastiver Sicht, Lexikologie, Lexikographie, Phraseologie und Pragmalinguistik bis hin zu Sprach- und Kulturkontakten.
Adam Mickiewicz – der größte Dichter der polnischen Romantik – wird von deutschen Lesern kaum wahrgenommen, obwohl sein Werk in zahlreichen Übertragungen vorliegt. Von der Präsenz seiner Texte in der literarischen Öffentlichkeit des deutschen Vormärz fehlt heute jede Spur. Dieses rezeptionsästhetische Phänomen wird im vorliegenden Buch mit Goethes Konzept der Weltliteratur in Verbindung gebracht und auf die ästhetische Wirkung der deutschen Fassungen zurückgeführt. Beim Vergleich der Originale mit ihren Übersetzungen werden zwei Kategorien vorgeschlagen: das Weltbild und die literarische Konvention. Beide erlauben es, literaturhistorische, sozial- und kulturwissenschaftliche Aspekte von Translationsphänomenen zu erörtern und als übersetzungsrelevante Instrumentarien zu dienen.