Modell Hütte
Von emergenten Strukturen, schützender Haut und gebauter Umwelt
Die Hütte wird oft als temporäres, improvisiertes Gebilde verstanden, das aus willkürlichem Material geschaffen wird, um schnell einen abgetrennten Bereich zu schaffen. Diese Praxis der Hütte faltet den Raum und ermöglicht ein relatives Innen, das sich vom Außen unterscheidet. Solche temporären Strukturen können zahlreiche Funktionen erfüllen, wie Unterstand, Obdach, Versteck oder Zuflucht. In der Regel wird der Bau nicht planvoll konstruiert, sondern basiert auf einer kreativen Praxis, die oft nicht als solche erkannt wird. Dadurch bildet die Hütte keine eigenständige Kategorie und veranschaulicht die spontane Entstehung von Strukturen, die entweder vergänglich bleiben oder eine eigene Geschichte in Natur und Kultur entwickeln. Das Modell der Hütte erstreckt sich weit über die Architektur hinaus und wird in den Beiträgen des Bandes durch eine Vielzahl von Untersuchungen und Diskursen zu Themen wie Haut, Hülle, Raum, Milieu und Szene sowie zu Nicht-Architektur und Lager/Stadt erschlossen. Die Autoren bringen unterschiedliche Perspektiven und Analysen ein, die die Vielschichtigkeit und Relevanz des Themas verdeutlichen.
