2012 verlässt Andreas Homoki die Komische Oper Berlin, die er als Chefregisseur und Intendant über ein Jahrzehnt geprägt hat. Inmitten intensiver kulturpolitischer Debatten über die Schließung eines der drei Berliner Opernhäuser und mögliche Fusionen hat Homoki die Komische Oper erfolgreich aus dem Schatten ihrer Vorgänger geführt. Durch seine eigenen provokanten Inszenierungen, die Zusammenarbeit mit markanten Gastregisseuren und einem dynamischen Chefdirigenten, hat sich die Bühne in der Behrenstraße neu erfunden. Homoki verfolgte konsequent das Konzept eines Musiktheaters als sinnliche, existenzielle Erfahrung. Das Buch beleuchtet die Entwicklung der Komischen Oper in den letzten zehn Jahren und dokumentiert mit zahlreichen Fotos die Inszenierungen von Homoki und seinen wichtigsten Gastregisseuren. Zudem werden die Chefdirigenten porträtiert. In einem Gespräch reflektieren Homoki und sein Nachfolger Barrie Kosky über die Zukunft der Komischen Oper. Beiträge von renommierten Persönlichkeiten wie Sir Peter Jonas, Thomas Flierl, und anderen ergänzen die Betrachtungen und bieten einen umfassenden Einblick in die künstlerische Entwicklung und die Herausforderungen der Institution.
Peter Konwitschny Knihy


»Wir Theaterleute können nicht auch noch dafür sorgen, dass Menschen gebildet werden – im Kindergarten, in der Schule, auf der Universität. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aber wir sind auf diese Bildung angewiesen. Man kann die Zeile „Über allen Gipfeln ist Ruh“ auch nur verstehen, wenn man gebildet ist. Um Opern oder Theaterstücke zu verstehen, muss man etwas wissen, sonst funktioniert das nicht. Aber die Verantwortung dafür können wir nicht übernehmen.« (Peter Konwitschny)