Das Gilgamesch-Epos
die älteste überlieferte Dichtung der Welt; Literatur-Klassiker mit Einleitung und Kommentar – 18686
Das Gilgamesch-Epos ist eine anonyme babylonische Dichtung, die von babylonischen Schreibern zu einem zusammenhängenden Werk entwickelt wurde und im Alten Orient sowie in der klassischen Antike verbreitet war. Jahrtausende lang blieb Gilgamesch verborgen, bis 1872 die ersten Tontafeln des Epos in der Bibliothek des Herrschers Assurbanipal entdeckt wurden. Aus vielen Tonscherben konnten zwölf Tafeln mit etwa 3600 Textzeilen rekonstruiert werden, doch viele Passagen sind bis heute unvollständig oder schwer zu übersetzen. In Uruk regiert der mächtige König Gilgamesch, der zwei Drittel Gott und ein Drittel Mensch ist. Er tyrannisiert sein Volk und zwingt es, Tag und Nacht an der Stadtmauer zu arbeiten. Auf Bitten der Menschen erschafft die Muttergöttin Aruru den Tiermenschen Enkidu, der Gilgamesch herausfordert. Nach einem Kampf werden sie Freunde und ziehen in den Kampf gegen das Böse, wobei sie auf den Hüter des Zedernwaldes und den Himmelsstier der Göttin Ischtar treffen. Mit Enkidus Hilfe besiegt Gilgamesch den Stier, doch die Götter bestrafen Enkidu mit dem Tod für seine Rolle in der Tötung. Nach Enkidus qualvollem Tod macht sich der erschütterte Gilgamesch auf, das Geheimnis der Unsterblichkeit zu ergründen.
