Sozialen Zusammenhalt stärken
Entstehung von demokratiefernen Einstellungen und Möglichkeiten sozialräumlicher Demokratieentwicklung
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Wie entstehen demokratieferne Einstellungen in einer Kommune? Diese Studie zeigt, dass Menschen sich von der Demokratie abwenden, wenn das Versprechen sozialer Gleichheit nicht erfüllt wird. Die Bereitschaft zur Engagement steht der schwer erreichbaren etablierten Politik gegenüber. Die Autor*innen entwickeln Ansätze, um die repräsentative Demokratie auf kommunaler Ebene durch direktere Mitwirkungsformen zu stärken. Der erste Teil umfasst die Einleitung und theoretische Rahmung, gefolgt von einer Untersuchung, ob die Entstehung demokratieferner Ansichten als Lernprozess verstanden werden kann. Der zweite Teil präsentiert empirische Analysen, die die Kluft zwischen prekären Lebenswelten und den Institutionen der Zivilgesellschaft und kommunalen Politik beleuchten. Informelles und formales Lernen im Kontext von Demokratielernen an Sekundarschulen wird ebenfalls thematisiert. Im dritten Teil wird die praktische Umsetzung der Erkenntnisse durch soziale Aktionsforschung behandelt, wobei Konzepte zur sozialräumlichen Demokratieentwicklung und die Rolle von Hausgemeinschaften und engagierten Wohnungsunternehmen hervorgehoben werden. Der vierte Teil ordnet die Ergebnisse in aktuelle Forschung und Praxis ein, wobei der Fokus auf Resonanzräumen für Teilhabe und Zusammenhalt liegt. Abschließend werden im fünften Teil gemeinsame Erkenntnisse und deren Transfer zu einer prozess- und ergebnisorientierten Demokratietheorie diskutiert.
