Es ist empirisch vielfach belegt, dass in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund überproportional häufig von Armut betroffen sind. Was bedeutet das Leben in Armut für die Akteurinnen und Akteure? Welche Antworten entwickeln sie zur Linderung oder Lösung der hieraus entstehenden Problemlagen? Diese Fragen stehen im Zentrum der vorliegenden Studie. Sie erschließt fallrekonstruktiv die Bewältigungsprozesse von armen Migrantinnen und Migranten. Dabei stehen nicht (nur) finanzielle Problemlagen, sondern insbesondere soziale Ausgrenzungs- und Abwertungsprozesse sowie das Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung und Partizipation im Mittelpunkt. Die Ergebnisse werden abschließend im Hinblick auf Bedeutung und Perspektiven für die Soziale Arbeit diskutiert.
Tina Hollstein Knihy


Orte transnationaler Wissensproduktionen
Sozial- und kulturwissenschaftliche Schnittmengen
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Globale Entwicklungen tangieren auch die Produktion von Wissen. Der Herausgeberband »Orte transnationaler Wissensproduktionen« greift das Desiderat interdisziplinärer Forschung zur Transnationalisierung von Wissen auf. Sozial- und kulturwissenschaftliche Fachdisziplinen diskutieren hierin die Frage, unter welchen Bedingungen, wo und wie Wissen grenzüberschreitend hervorgebracht wird. Globale Entwicklungen tangieren auch die Produktion von Wissen. Während erste Perspektiven auf transnationales Wissen mit Bezug auf die Soziale Arbeit vorliegen, ist die interdisziplinäre Erforschung transnationalen Wissens defizitär. Dieses Desiderat aufgreifend wird im Herausgeberband disziplinübergreifend diskutiert, unter welchen Bedingungen, wo und wie Wissen grenzüberschreitend produziert wird. Dabei wird gezeigt, welche methodologischen Forschungszugänge genutzt werden können, und auf die Frage nach unterschiedlichen (institutionellen, individuellen, zivilgesellschaftlichen) Orten transnationaler Wissensproduktionen fokussiert.