Knihobot

Friederike Oberkrome

    Arbeiten zwischen Medien und Künsten
    Recherche und Erkundung
    • Recherche und Erkundung

      Über die Wiederkehr des Botenberichts im Theater der Migration

      Die deutschsprachigen Theaterbühnen beschäftigen sich seit den 2010er Jahren intensiver mit sozialer Anerkennung und rassistischer Diskriminierung. Zentrale Fragen sind, wer auf der Bühne agieren darf und wie soziale, kulturelle und ethnische Marginalisierungen sichtbar gemacht werden können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren. Das Buch untersucht dokumentarische Theaterarbeiten, die soziale Marginalität durch Stadtraum-Erkundungen oder fiktionalisierte Recherchen thematisieren. Es wird das Konzept des Boten(-berichts) als theatrale Form und medientheoretische Denkfigur betrachtet, um Grenzverläufe zwischen „Eigenem“ und „Fremdem“ sowie postdramatische Erzählweisen in Beziehung zu setzen. Die ästhetischen und medialen Strategien der Differenzverhandlung werden als marginale Berichterstattung analysiert, wobei das Theater selbst Teil eines paradoxen Spiels zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit wird. Mit dem Fokus auf Medialität entwickelt die Studie einen eigenständigen Zugang zu Dokumentarismen im Gegenwartstheater. Neben dem Konstruktionscharakter und dem Spannungsverhältnis zwischen Intensität und Reflexion werden auch die machtvollen Dimensionen dokumentarischer Ästhetiken beleuchtet. In einer zunehmend diversifizierten Theateröffentlichkeit können Aufführungen nicht mehr nur als Präsenzereignisse zwischen Handelnden und Zuschauenden verstanden werden; es stellt sich die Frage nach dem „Dritten“, der od

      Recherche und Erkundung
    • Die aktuellen gesellschaftlichen Debatten über die Teilhabe von Frauen im Kultur- und Medienbetrieb sind nicht neu, obwohl sie oft als dringend wahrgenommen werden. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Arbeiten von Frauen kontrovers diskutiert, als sie in neue Beschäftigungsfelder im Bereich der Medien und Künste eintraten. Der Sammelband untersucht Akteur*innen der deutschsprachigen Medien- und Kulturlandschaft dieser Zeit. Unter dem Stichwort „Arbeiten“ werden sowohl Kunstwerke, Medienerzeugnisse und technische Fertigkeiten als auch die institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Die Autor*innen analysieren, welche Chancen Frauen ergriffen, gegen welche Widerstände sie ankämpfen mussten und mit welchen Mitteln sie agierten. Dabei werden Quellen betrachtet, die sowohl Einblicke in die Vergangenheit gewähren als auch diese verbergen können. Diese Quellen, selbst Medienerzeugnisse der Zeit, werden daraufhin untersucht, welche Tätigkeiten und Akteur*innen sie dokumentieren, was sie verschweigen oder verstellen, und wie sie bestehende Geschlechterbilder konterkarieren oder bestätigen. Die Beiträge bieten medienhistorische Analysen und biografische Miniaturen, die die vielfältigen Bedingungen darstellen, unter denen Frauen in verschiedenen Bereichen tätig waren.

      Arbeiten zwischen Medien und Künsten