Knihobot

Wolfgang Mölkner

    Teufelskreis und Gotteszirkel
    Zweck, Ziel, Zufall
    • Zweck, Ziel, Zufall

      Dialog über die Entwicklung evolutiven Denkens

      • 280 stránek
      • 10 hodin čtení

      Zwecke und Ziele sind maßgebliche Bestimmungsgründe menschlichen Handelns. Als solche waren sie immer auch Gegenstand der Philosophie. Aristoteles fragte nach dem Endziel des Lebens, Kant nach dem Endzweck der Moral und Hegel nach dem letzten Ziel der Geschichte. In diesen metaphysischen Konzeptionen des Ziel- und Zweckdenkens hat der Zufall kein philosophisches Zuhause. Unbehaust ist er auch in der theologischen Metaphysik der Schöpfung. Mit Darwins Evolutionstheorie beginnt jedoch eine Entwicklung evolutiven Denkens, die das Ende der alten Metaphysik bedeutet. Insbesondere die kosmische Evolution ist geeignet, den Zufall als Modus kreativer Prozesse der Selbstorganisation zu verstehen und ihm unter der Adresse ŽAutogenese` eine philosophische Heimstatt zu bieten. In ihr sind menschliche Freiheit und religiöser Glaube neu zu bestimmen - ohne vorgegebene Zwecke und Ziele.

      Zweck, Ziel, Zufall
    • Teufelskreis und Gotteszirkel

      Fausts Scheitern als philosophische Herausforderung

      Faust irrt, solang er strebt, im Kraftfeld zweier Kreise: Sein Pakt mit Mephistopheles hat ihn in einen „Teufelskreis“ gezwungen, Mephistos Wette mit dem Herrn zudem in einen „Gotteszirkel“. Gescheitert am verteufelt übereilten Vorwärtsstreben, wird die literarische Gestalt – als tragische Figur der Moderne – zu einer philosophischen Herausforderung. Die beiden Autoren nehmen die Herausforderung an und fragen, wie ein Leben auf eigene(n) Faust gelingen kann. Ihr Dialog über die Beantwortung dieser Frage ergibt im Sprachspiel des Reihentitels „Philosophie erzählt“ drei Narrative des Gelingens, die in Goethes Fausttragödie fehlen: Lebensfreude, Liebesglück und Selbstorientierung.

      Teufelskreis und Gotteszirkel