Knihobot

Ulrike Marz

    Wut auf Differenz
    Kritik des Rassismus
    • Kritik des Rassismus

      Eine Einführung

      Der Begriff des Rassismus ist sowohl politisch als auch theoretisch umstritten, was auf die historischen Veränderungen des rassistischen Denkens zurückzuführen ist. Während Rassisten früher biologistisch argumentierten und Menschen aufgrund ihrer "Rasse" bestimmte Eigenschaften zuschrieben, hat sich seit dem Nationalsozialismus der Fokus auf kulturelle Prägungen als unveränderliche Wesensmerkmale verschoben. Allen Formen des Rassismus gemein ist das Streben nach der Bestimmung des Eigenen und der Erhaltung eines gesellschaftlichen Status Quo, was eine Abgrenzung zum "Anderen" erfordert, der als nicht zugehörig wahrgenommen wird. Die Vielfalt der Auffassungen über Rassismus führt zu unterschiedlichen Erklärungen seiner Entstehung. Wenn rassistisches Verhalten als Teil der menschlichen Natur beschrieben wird, kann dies zu einer Nähe zu einem rechten Ethnopluralismus führen und antirassistische Strategien untergraben. Eine fundierte Rassismustheorie muss die sozialen und historischen Gründe für die Verbreitung rassistischer Denkweisen untersuchen, um Ansatzpunkte für die Kritik an rassistischen Praktiken zu finden. Dies kann Kritik an alltäglichen rassistischen Praktiken, Medien, staatlichen Institutionen oder der modernen kapitalistischen Gesellschaft umfassen. Ebenso wichtig ist, wie andere Diskriminierungsformen und Ressentiments in den jeweiligen Theorien behandelt werden.

      Kritik des Rassismus
    • Wut auf Differenz

      Kritische Theorie und die Kritik des Rassismus

      Rassismus ist ein unerledigtes Problem moderner Gesellschaften. Das Ineinander von Rationalität und Irrationalität prädestiniert Rassismus zum Gegenstand Kritischer Theorie: Diese verbindet gerade in den Varianten ihrer ersten Generation (Adorno, Horkheimer u.a.) die Perspektive auf Funktion und objektive Genese von Ideologien mit psychologischem Blick auf subjektive Verarbeitungsformen. Um Rassismus in eine Gesellschaftstheorie einzubetten, widmet sich Ulrike Marz den drei Kategorien Gesellschaft, Ökonomie und Subjekt. Damit erweitert sie den theoretischen Blickwinkel auf Rassismus und vermittelt mithilfe der Kritischen Theorie Gegensatzpaare, die oft nur einseitig beschieden werden: Objektivismus – Subjektivismus, Natur – Kultur, Partikularismus – Universalismus.

      Wut auf Differenz