Vier Freunde. Eine Geburtstagsfeier auf einem Boot, inmitten der landschaft- lichen Idylle des Bodensees. Und dann: Ein Schuss. Aus Versehen? Jeremia lässt seinen angeschossenen Freund und zwei Frauen zurück. Seine Flucht führt ihn über München nach Marseille, nach Nordafrika und weiter ins Atlasgebirge: Der Auftragskiller trifft auf fremde Kulturen, die ihn faszinieren und an seiner Einsamkeit rütteln. Im Hintergrund treiben die drei anderen ihr böses Spiel mit ihm. Eine Reise in grandiose Landschaften, die Welt der Beduinen und ins Innere eines Mörders, der seinen Frieden finden will.
Armin Kratzert Knihy





Betrogen und verlassen - das Ende einer Liebesgeschichte wird zum Beginn einer großen Reise, einer Reise über das Meer und einen ganzen Kontinent. Zu Fuß, mit Bussen, Lastwagen oder im grünen Chevrolet - vom tiefen Süden über Oklahoma City bis an den Strand von Los Angeles. Dort, wo der Sunset Boulevard das Meer erreicht, hat auch die Sehnsucht ihre Endstation. Es ist eine Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika, und wie alle großen Reisen eine Suche nach dem Glück. Nur: Was ist das Glück? Ist es ein Abenteuer? Die vergehende Zeit? Ansichten der Natur? Oder eben doch nur die große Liebe? Sarah Noelle del Paso, eine junge Frau aus Venezuela, ist auf dem Weg, das herauszufinden, und ein paar andere Dinge über das Leben auch. Dass schließlich, am Ende der Reise, am Ufer des Pazifiks, alle Erfahrungen in ein neues Leben münden, versteht sich von selbst. Amerika, das Sehnsuchtsland, ist die Projektionsfläche für eine spielerische Reflexion über die Kraft der Liebe. Und die Geschichte Sarahs wird zur Bühne für die faszinierenden Möglichkeiten der Sprache, für den Versuch, einen romantischen Ton - über Abgründen - zu etablieren, der sogar etwas Pathos enthält, einen eigenen Klang, der ganz modern ist - und doch ein Märchen erzählt. Schließlich hat schon J. J. Cale Magnolien besungen, der grimmige Bob Dylan auch.
Wir sind Kinder … und bleiben wir es, so laufen wir Gefahr, uns im Netz der virtuellen Wirklichkeit zu verheddern, wenn wir die ersten Schritte hinaus in die Welt machen. Der See ist schön, das Hotel abgelegen in der unberührten Landschaft, und die Cocktails schmecken erfrischend, während die Beine einer attraktiven Frau im Sonnenlicht glänzen und Verlockungen der Liebe vorgaukeln. Warum über den faden Geschmack von Verfall reden? Warum den Glanz des Geldes polieren, wenn sich hinter den Kulissen Abgründe auftun? In einer Virtualität, wo die Kunst der Orientierung auf einem Wissensvorsprung basiert, der gefährlich werden kann, tummeln sich neofaschistische Parteigänger und Verschwörungstheoretiker. Wie soll es gutgehen, wenn man nicht mehr weiß, mit welcher Wirklichkeit man es zu tun hat? Nelson, ein Mann mittleren Alters, hat in seinem Leben schon einiges erlebt und nimmt nun Geld entgegen, um den Freund eines Freundes, Johnny, zu observieren, der auf dem Spielfeld ohne Grenzen agiert. Dieses Spiel kann gefährlich werden, und der Ausstieg ist nicht mehr selbstbestimmt. Freundschaft und Liebe sind schöne Begriffe, verlangen jedoch einen gewissen Grad an Reife. Steigen Sie ein in den schönen Mercedes und fahren Sie ins Abenteuer von Johnny und Nelson, während die Gegenwart an ihren Rändern ins Virtuelle aufzubrechen droht. Sind Sie ausreichend gewarnt?
Berggasse 19
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Josef K. wird eines Morgens verhaftet, ohne etwas Böses getan zu haben. Dies ist der Auftakt zu einem berühmten Text von Franz Kafka, der den Moment markiert, in dem Kafka mit dem Schreiben des ‚Prozesses‘ beginnt. Der Prager Versicherungsangestellte und Schriftsteller hätte sich in Wien in der Berggasse 19 über Sigmund Freuds Wohnung eingemietet. Obwohl Kafka Wien gelegentlich besuchte, lebte er nie dort und hatte keine Begegnung mit Freud. Was hätten diese beiden Pioniere der Moderne wohl besprochen, wären sie Nachbarn gewesen? Über das Wetter, eine Premiere im Burgtheater oder den bevorstehenden Krieg? Wie hätte Kafka, der sein Leben lang in Prag wohnte und seine Anstellung nie aufgab, in der glanzvollen Hauptstadt des Kaiserreichs ohne Freunde und Familie gelebt? Wie hätte er sich als freier Schriftsteller gefühlt? Und wie ging er mit den Herausforderungen des Lebens um – dem Alltag, der Krankheit, der Liebe, die sich in Form von Josefine zeigt, und dem drohenden Ersten Weltkrieg? Zudem stellt sich die Frage, wie Kafka schrieb, wie er sich dabei fühlte und was er tat, wenn ihm die Inspiration fehlte. Im Sommer 1914, während die Welt ins 20. Jahrhundert taumelte, betrieb Freud seine Praxis, und Kafka schrieb in der Berggasse 19.