So viel Spannung ist selten in der deutschen Literatur. Ein Buch über politische Verfolgung, die Macht der Liebe und die Rolle der Vergebung als Weg der Erlösung. Oliver Hackert, Korrespondent einer deutschen Tageszeitung in Minsk, hat seinen verhassten Vater, einen ehemaligen Volkspolizisten, zehn Jahre lang nicht gesehen. Nun nimmt er die Einladung zu dessen 75. Geburtstag an, jedoch nicht zur Versöhnung, sondern um Kontakt zu dessen Studienfreund Oleg Mitrochin zu bekommen. Mitrochin, einst sowjetischer Besatzungsoffizier in der DDR und später Gefängnisdirektor in Weißrussland, ist untergetaucht, da er mit seinem Gewissen nicht länger vereinbaren kann, was in dem Minsker Gefängnis geschieht. Oliver hat die Möglichkeit, als westlicher Journalist ein Interview mit dem berüchtigten Diktator zu führen, der politische Gegner verschwinden ließ. Trotz seiner Liebe zu Darja, seiner weißrussischen Frau, reizt ihn die Chance, den Diktator mit Mitrochins Informationen zu konfrontieren. Als er sich entschließt, das Risiko einzugehen, eskaliert die Situation: Das Treffen mit dem Vater endet katastrophal, und kurz vor dem geheimen Treffen mit Mitrochin wird Oliver klar, dass er überwacht wird – ist sein Interview beim Diktator eine Falle für Mitrochin?
Dirk Brauns Knihy



Jede Familiengeschichte birgt dunkle Geheimnisse, doch nicht jede enttarnt die Eltern als Spione. In diesem hochspannenden, aufwühlenden Roman wird der Schockmoment des achtzehnjährigen Martin Schmidt im Jahr 1965 beschrieben, als er in Gegenwart seiner Großmutter miterleben muss, wie die Stasi seine Eltern verhaftet. Diese hatten, vor allem auf Drängen seiner manipulativen Mutter, jahrelang für den BND spioniert. Martins Leben im sozialistischen Deutschland wird zum Spießrutenlauf: Er wird von Mitschülern gemieden und verprügelt, beim Einkaufen verhöhnt, und die Nachbarn meiden ihn als „Verräterkind“. Die Schande führt zum Tod seiner Großmutter. Jahre später, als seine Mutter freikommt, folgt er ihr in den Westen und lässt Angelika, die Liebe seines Lebens, zurück. Jahrzehnte später, als gestandener Tierarzt in Bayern und frisch verwitwet, wird er von Historikern gebeten, seine Geschichte zu erzählen. Bei einem Besuch im Altenheim offenbart seine Mutter, dass Angelika sich nach ihm erkundigt hat, doch dies wurde ihm nie mitgeteilt. Martin beginnt eine Reise zurück zu seinen Wurzeln, kontaktiert Angelika und stößt auf Widersprüche in Akten. Dabei taucht er in die Welt der Geheimdienste ein und entdeckt schockierende Informationen über die Verräter seiner Eltern und deren Profiteure.
Sie fliegen aufeinander zu wie zwei Geschosse Lange genug versuchten sie, sich aus dem Weg zu gehen jetzt führt das Schicksal sie zusammen Das Buch beginnt 24 Stunden vor dem Schuss. Ohne dass der eine es weiß und der andere es wirklich will, rasen sie in Kollisionskurs aufeinander zu: Ingo Kern, zu DDR-Zeiten Offizier im mecklenburg-vorpommerschen Militärstandort Eggesin, heute dank damals erworbener Führungserfahrung leitender Personalberater der Deutschen Bahn. Der andere: Stefan Brenner, einst einer von Kerns Rekruten, jetzt Autohaus-Prüfer, der eigentlich weiträumig die ostdeutschen Bundesländer meidet. Doch ein dringender Auftrag führt ihn an den Ort, an den er eigentlich nie mehr zurück wollte: Eggesin.Wie in einer griechischen Tragödie nimmt das Schicksal unabänderlich seinen Lauf. In Stefan Brenner kommen die Erinnerungen an damals hoch damals, als sein bester Freund, schikaniert von Ingo Kern, seinem Leben ein Ende setzte; aber auch die Schuldgefühle von jetzt treiben ihn um: Denn Stefan ist verheiratet mit der ehemaligen Freundin jenes besten Freundes, die er still verehrte und die er schon am Tag, an dem er ihr vom Tod des Freundes erzählte, zum ersten Mal küsste.Ingo Kern dagegen beginnt gerade ein neues Leben: Er trennt sich von der Frau, mit der er in der DDR und über die Nachwendezeit verheiratet war, und zieht aus. Doch sie wird Stefan bei seinem Besuch in Eggesin treffen. Und sie wird ihm sagen, wo er Ingo Kern finden kann. Ein Romandebüt der Extraklasse.