Vikis blaue Augen
Gli occhi azzurri di Viki






Gli occhi azzurri di Viki
Eine große Liebesgeschichte beginnt vor dem Ersten Weltkrieg in Lemberg als ein "schlampiges Verhältnis" zwischen dem wohlhabenden Großgrundbesitzer Kazimierz Bodynski und seiner Hausdame Mitzi Greiner. Doch Mitzi beendet die Beziehung bald. Kazimierz wendet sich einer jungen Huzulin zu, die seine Frau als Dienstmädchen eingestellt hat, und wird von ihr angezogen. Als seine Frau die erotische Zuneigung zu der neuen Dienerin bemerkt, begeht sie, psychisch labil und hysterisch, Selbstmord am Teufelsbaum, der in der ländlichen Mythologie einen besonderen Ruf hat. Die Huzulin kehrt später zurück und bringt ein Bündel mit der Botschaft: "Es ist Euer Sohn, Euer Eigentum!" Der zweite Teil spielt in Meran, wo Bodynski aus gesundheitlichen Gründen lebt und vom Krieg überrascht wird. Sein Sohn, das Kind der Huzulin, besucht die Schule, während seine Tochter als Krankenschwester in einem Lazarett in Wien arbeitet. Bei einem Besuch berichtet sie von den schrecklichen Bedingungen und prangert das sorglose Leben ihres Vaters an, bevor sie nach Wien zurückkehrt. Der Krieg bringt Chaos, und Bodynski kämpft sich nach Wien, getrieben von der Sorge um seine Tochter. In ihrer einst luxuriös eingerichteten, nun leeren Wohnung trifft er wieder auf Mitzi Greiner. Bei einer bescheidenen Kartoffelsuppe wird ihm klar, dass er all die Jahre nur an ihr gedacht hat und dass er nur an ihrer Seite weiterleben möchte.
Eine große Stadt in Sizilien in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, eine Straße, viele Geschichten, Geschichten von einsamen Frauen in dieser jahrhundertealten Verlassenheit, die nur die Inselfrauen kennen und daher die Mühseligkeit des Lebens, die Resignation, die Stille unter einer schonungslosen, erdrückenden hier hat die Natur etwas Primitives, Ausgezehrtes an sich, mit gewaltigen Farben, gnadenlos wie es zu Zeiten Odysseus gewesen sein muss, als er hier landete. Ein Land für Männer gemacht, keinesfalls für Frauen, die sind jedoch in ihrer Jugend, wie S. Aglianò schreibt, ein "Wunder an Grazie vor dem die Lüfte erzittern und das Universum sich verneigt."Um dann frühzeitig und unabwendbar zu verblühen.
Romanzo
Drei unmögliche Autobiografien
Romanzo
Il Silenzio
Dieses Buch erschien zum ersten Mal 2010 bei alfa beta in Meran und hat im Jahr darauf den renommierten Chianti Literaturpreis erhalten. Eine Neuauflage in einer zweisprachigen Ausgabe hat sich deshalb angeboten, da die aktuellen Ereignisse in Europa, (Krieg, Flucht und Verteibung), auch in diesem Roman eine wichtige Rolle spielen. Eine mittellose kalabresische Kleinfamilie aus einem Dorf in den Silabergen, erliegt den Versprechungen des faschistischen Podestà und wird nach Südtirol umgesiedelt. In dieser neuen, für sie völlig fremden und unverständlichen Umgebung, als Analphabeten und ohne italienische, geschweige denn deutsche, Sprachkenntnisse – sie sprechen nur ihren kalabresichen Dialekt – haben sie keine Chance irgendwo Anschluss, Verständnis oder Hilfe zu finden. Und dann bricht gegen Kriegsende das Unheil in in Gestalt von drei deutschen betrunkenen Soldaten über sie herein und zerstört die kleine Familie. Die Mutter, eine in Stein gemeißelte archaische Figur von unzerstörbarer Härte, schafft es mit den beiden Töchtern zu überleben und Enza, die Hauptfigur des Romans, findet in ein normales und erfolgreiches Leben, wenn auch schwer von der Vergangenheit belastet, einer Vergangenheit, deren Einzelheiten sie erst nach und nach erfährt und nur langsam akzeptieren kann.
In Sudtirolo e altrove ...
Kleine Ausschnitte aus dem täglichen Leben, teilweise in Südtirol oder auch sonstwo in Italien. Keine großartigen Ereignisse werden geschildert, aber auch in den unspektakulären Szenen entfaltet sich ein Mikrokosmos in dem die detaillierte Vielfalt des Lebens sichtbar und spürbar wird. Denn oft ergeben sich auch im Kleinen Situationen in denen lebensbestimmende Entscheidungen zu treffen sind. Allen Erzählungen gemeinsam ist aber, dass sie beim Leser das Gefühl hinterlassen, dass die Protagonisten eigentlich Besseres verdient hätten und oft neigt man dazu, die Handlung weiterzuspinnen, für den Fall, dass die eine oder andere Entscheidung anders ausgefallen wäre.Unweigerlich führt das dann zu Überlegungen das eigene Leben betreffend und die in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen zu hinterfragen. Ein sehr gesunder Prozess, der hilft, sich in den eigenen, kleinen, täglichen Lebensabläufen bewusster zurecht zu finden.
Pensieri sparsi
Romanzo