Ein außergewöhnlicher Roman über eine verspielte Liebeserklärung … Der Titel „Ping“ legt eine interessante Fährte und tatsächlich muss man ihn nur gedanklich vervollständigen, um mit Pong bei der umgangssprachlich vertrauten Bezeichnung von Tischtennis zu landen. Ein temporeicher Roman über Tischtennis? Gewiss. Die Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung? Durchaus. Nun wäre Thomas Heimgartner nicht der Autor raffinierter Textkonstruktionen, hätte er nicht auch für diese elegant-verspielte Geschichte eine besondere formale Lösung entwickelt, die auch die Gestaltung der Buchseiten einbezieht. Ein Zweiseitenspiel mit wechselnden Aufschlägen und Erzählperspektiven, das auf der einen Seite die Geschichte des 15-jährigen Ralphs und seiner Tischtennis-Clique im Jahr 1989 erzählt. Auf der anderen Seite tritt die 25-jährige Valérie in der Gegenwart mit ihrem weit entfernten Vater in einen Dialog, der sich Seite um Seite so aufregend entwickelt wie ein gutes Tischtennismatch. Mit einem Nachwort von Manfred Papst.
Thomas Heimgartner Pořadí knih (chronologicky)



Karl Koenig ist ein Mann auf der Höhe der Zeit. Er ist fit, gepflegt, intelligent; er geht gekonnt um mit den digitalen Gadgets. Der Zeitgeist ist sein Freund. Und er ist allein. Seine »Ich-AG« nennt er »Koenigs Korrektionsanstalt«. Er korrigiert und redigiert beruflich Texte aller Art, konzentriert, normbewusst, geradezu verliebt in die deutsche Sprache. Er ist der rührenden Ansicht, wenn er Texte sprachlich verbessere, arbeite er zugleich an seiner Selbstverbesserung. Unverhofft erhält er eine kryptische Kurznachricht von seiner ehemaligen Lebenspartnerin Mirela. Kurz darauf begegnet er einer Frau, die aussieht wie Mirela und doch ganz anders ist. Die Nachricht und die Begegnung werfen ihn aus der Bahn. Es beginnt für ihn eine Reise durch Raum und Zeit. In einer trostlosen südosteuropäischen Stadt sieht sich Karl gezwungen, die Geschichte seines Lebens und seiner gescheiterten Beziehungen aufzuarbeiten. Der Autor Thomas Heimgartner hat einen traurig-vergnüglichen Roman verfasst, der an seine »Nekrovelle« »Kaiser ruft nach« (pudelundpinscher, 2019) anknüpft. Ernst und auf einigen amüsanten Umwegen führt er vor, dass eine Partnerschaft scheitern muss, wenn es den Liebenden an Wahrhaftigkeit mangelt. Und im gekonnten Spiel mit Avataren, Phantomen und Fantasien zeigt der Autor, dass wenig so lebensnotwendig ist wie das Erzählen.
In diesem Band sind die besten Geschichten des Schreibwettbewerbs «LiteratU21 – Minutengeschichten» versammelt, an dem Zuger Jugendliche teilnahmen. Die Texte bieten kurze, aber tiefgründige Einblicke in das jugendliche Leben und laden zum Verweilen ein.