Regina Hölzl Knihy




Egypt and Austria VII
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Vom Nil an die Donau
Die Geschichte der ägyptischen Wandtapeten im Kunsthistorischen Museum Wien
Die Wände der ägyptischen Schausäle im Kunsthistorischen Museum Wien beeindrucken durch großformatige ägyptische Wandmalereien, die einem Felsgrab in Beni Hassan (Mittelägypten) nachempfunden sind. Als Vorlage für die Anfertigung dieser auf farbige Kartonbahnen aufgebrachten Dekorationen dienten Zeichnungen, die während der Preußischen Expedition nach Ägypten und Nubien (1842–1845) angefertigt wurden. Ursprünglich waren diese Malereien jedoch nicht für das Museum, sondern für die Wiener Weltausstellung 1873 konzipiert worden, wo ein Nachbau des Beni Hassan-Grabes auf dem Ausstellungsgelände im Prater bewundert werden konnte. Nach dem Ende der Weltausstellung wurden die Kartonbahnen gesichert, jedoch erst später an den Wänden des neu errichteten und 1891 eröffneten Kunsthistorischen Museums angebracht. Zum 150-Jahr-Jubliläum der Wiener Weltausstellung (2023) sind diese Malereien umfassend restauriert und erstmals auch einer ausführlichen wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen worden. Die Ergebnisse dieser restauratorischen Arbeiten sowie die Geschichte der Entstehung des ägyptischen Grabnachbaus werden im vorliegenden Band nachgezeichnet. Mit Exkursen von Markus Krön und Heike Fricke-Tinzl.
Der vergessene Papyrus
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Im Jahr 2013 wurden die Tiermumien der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung in ein neues Depot verlagert; dazu zählten auch die sogenannten Ibis-Tonkegel - längliche Tongefäße, die als Särge für Ibis-Mumien fungierten. Zuvor wurden sie einer gründlichen Prüfung bzw. Reinigung unterzogen und dabei kam es zu einer unerwarteten Entdeckung: Im Inneren eines der Tonkegel wurde nicht nur die zu erwartende Ibis-Mumie entdeckt, sondern darunter versteckt ein Leinenbündel, das einen bis dato unbekannten, noch eingerollten Papyrus enthielt.0Der Ausrollung des Papyrus, die im Frühjahr 2014 stattfand, gingen umfangreiche Vorarbeiten und Tests voraus. Der vollständig ausgerollte Papyrus ist 250 cm lang und beidseitig beschriftet. Datumsangaben im Text erlauben eine Datierung in das späte Neue Reich (um 1100 v. Chr.) und auch der Name des Schreibers wird im Text erwähnt.0Da der Tonkegel mit der Ibis-Mumie, in dem der Papyrus gefunden wurde, ca. 700 Jahre jünger ist als der Papyrus, stellt sich die Frage, warum und wann der Papyrus in den Tonkegel gelangt ist. Geschah dies bereits in antiker Zeit? Oder erst viel später, als der Tonkegel im 19. Jahrhundert von Ägypten via Triest nach Wien reiste? Die Ausstellung geht dieser und anderen spannenden Fragen im Zusammenhang mit diesem einzigartigen Fund nach. 00Exhibition: Kunsthistorisches Museum Wien, Austria (08.05.-16.09.2018).