Ich liebte Tiberius
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Wer war Julia, die berühmte und berüchtigte Tochter von Kaiser Augustus? Die Geschichte hat kein gnädiges Urteil über sie gefällt. Ihr Leben endete im Exil, einsam, unglücklich, beraubt von allem und allen, die sie liebte. Ihr lasterhaftes Leben führte sie ins Unglück und machte ihren Namen verflucht. Die Geschichte erzählt. In ihrem Roman „Ich liebte Tiberius“ schöpft Elisabeth Dored sowohl aus ihrem großen Wissen über diese Zeit als auch aus ihrer reichen Menschenkenntnis. Wir befinden uns in den Glanzzeiten Roms, als Kaiser Augustus den Befehl erteilte, dass die ganze Welt in eine Volkszählung eingeschrieben werden sollte, und an uns ziehen die mächtigsten Namen des Weltreichs vorbei: Cäsar, Augustus, Antonius, Agrippa, Cicero – ja, sogar Herodes, Quirinius und Cleopatra werden erwähnt. So lebendig erzählt die Autorin vom Römischen Reich, so gründlich ist ihr Wissen und so eindringlich ihre Schilderung der zentralen Personen der damaligen Zeit, dass die zweitausend Jahre, die sie von uns trennen, beim Lesen verschwinden. Und aus dem bunten römischen Spektrum erhebt sich ein menschliches Schicksal klarer als die anderen: Julia, so wie sie war und nicht so, wie die Geschichte sie gemacht hat.



