Thomas Schütte: Houses II
- 208 stránek
- 8 hodin čtení






The modernist poems of Robert Walser alongside the stunning watercolors of Thomas Schütte Pairing a selection of recent watercolors from 2011 and 2012 by Thomas Schütte with a selection of previously unpublished poems by Robert Walser, written between 1924 and 1933, this book is a deeply personal exploration of our everyday selves, choreographed by one of the greatest living artists. This book is dedicated by the artist to the gallerist Donald Young, who invited the artist to participate in an exhibition dedicated to Walser in Chicago in 2012. Published in original German with new English translations of each poem and with an introduction by Dr. Reto Sorg, director of the Robert Walser Archives.
Hermetismus und Entfremdung durchdringen die ikonoklastischen Werke von Raymond Pettibon, Tony Oursler und Thomas Schütte. Obwohl Pettibon die Form klassischer Comic-Zellen annimmt, lesen sich die Inhalte seiner Zeichnungen und die dazugehörigen handschriftlichen Kritzeleien eher wie innere Monologe als wie narrative Bildunterschriften. Ebenso verbal, jedoch viel eindringlicher, genießen Ourslers paranoide Videoskulpturen den Riss zwischen temporärer Video-Projektion und statischer skulpturaler Form. Seine Arbeiten sind sowohl hypnotisierend als auch frustrierend und fordern die Betrachter heraus, den Stecker zu ziehen. Im Gegensatz dazu zeugen Schüttes Skulpturen, Fotografien und Zeichnungen still von der Lage des Individuums innerhalb der institutionellen Machtstrukturen, die unsere Existenz kontrollieren, sichtbar und unsichtbar.
Von Anfang an hat Schütte sich quergelegt – sich abseits der Arbeit seiner künstlerischen Lehrer (Gerhard Richter und Fritz Schwegler) gehalten, sich distanziert von den Äußerungen des jeweiligen Zeitgeistes, in zunehmendem Maße eigenen Positionen widersprochen – und ist damit zu einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation geworden. Sein Werk bewegt sich vom Text zum Bild, zum Objekt, zum Buch, verspiegelt biographische Momente mit Ereignissen der Zeitgeschichte, oszilliert zwischen dem Anspruch auf öffentliche Wirksamkeit in Architektur und Monument und dem Konjunktiv des Bastlers und Modellbauers, projiziert avantgardistisches Denken auf traditionelle Formen der Kunst. Das Werk besteht aus kulissenartigen Installationen, Architekturmodellen, dreidimensionalen Bildern, figurativen Skulpturen und verschiedenen Materialien, Tagebüchern in Form von umfangreichen Serien von Zeichnungen, Aquarellen und Radierungen. In seiner kenntnisreichen Einführung durchkreuzt Ulrich Loock die verschiedenen Felder im Œuvre von Thomas Schütte und reflektiert die Einzelwerke der Friedrich Christian Flick Collection – von den frühen Westkunstmodellen, „Mohr’s Life", Große Geister, Frauen in Keramik, Stahl und Bronze bis zu zahlreichen Papierarbeiten – im Dialog mit dem Künstler.