Wie war das Leben im Mittelalter für einfache Frauen aus dem Volk? Zwei Freundinnen fechten im harten Bauerndasein und kriegerischen Wirren ihren persönlichen Kampf um Liebe und Unabhängigkeit. Ein fesselnder historischer Roman zum Mitfiebern und Mitfühlen.
AuszugDas ist der kleine Fritz! Der kleine Fritz ist ein großer Sammler. Er sammelt keine Kastanien, nein! Er sammelt auch keine Federn, nein, nein! Der kleine Fritz sammelt Schnecken. Immer, wenn der kleine Fritz draußen unterwegs ist, sucht er nach Schnecken. Am Wegrand, unter Büschen, in den Blumenbeeten seiner Oma und unter Zäunen. Unter Zäunen gibt es besonders viele Schneckenhäuser, das weiß der kleine Fritz genau. Da stellt er sich dann fest auf seine Beine, stemmt die Fäuste in die Seiten und beugt sich ganz weit nach vorne. Sein Gesicht wird rot vor Anstrengung und seine Augen werden zu schmalen Schlitzen, weil er dann besser sehen kann.
Die römische Priesterin Myrrha wird nach Augsburg geschickt, um dort einen Tempel für die Liebesgöttin Venus aufzubauen. Doch auf der Reise über die Alpen ändert sich alles: Ihre Dienerin Psecas gehört der geheimnisvollen Sekte der Christen an. Myrrha beginnt zu zweifeln: Ist sie als Priesterin der Venus wirklich auf dem richtigen Weg?