Untersuchungen zu den griechischen Palimpsesten der Österreichischen Nationalbibliothek
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Das Pergament, aus Tierhaut in der Spätantike und im Mittelalter hergestellt, war kostbar. Überflüssige Texte wurden durch Abschaben oder Abwaschen entfernt, um das Material für neue Texte zu nutzen. Diese wiederverwendeten Pergamente nennt man Palimpseste. Das Buch präsentiert neue Ergebnisse zur Untersuchung griechischer Palimpseste in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Es bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu den ursprünglichen Textschichten in fünf Kodizes: Vind. Hist. gr. 10, Vind. Hist. gr. 73, Vind. Phil. gr. 158, Vind. Phil. gr. 286 und Vind. Iur. gr. 18. Die Wiedergewinnung der unteren Texte durch verschiedene Methoden ist noch nicht abgeschlossen und wird kontinuierlich verbessert. Angesichts der Lesbarkeit dieser Texte, die für weitere Arbeiten entscheidend ist, zielt das Buch darauf ab, vorläufige Informationen über die Manuskriptfragmente und Textzeugen in den unteren Palimpsestschichten bereitzustellen. Diese Daten stehen nun Experten, wie Paläographen und Philologen, die sich mit den in diesen Palimpsesten überlieferten Autoren und Texten beschäftigen, zur Verfügung. So können sie das neue Material sichten und analysieren, etwa bei der Vorbereitung einer neuen Textausgabe oder beim Studium anderer Palimpseste in Bibliotheken weltweit.


