Träume in der Romania der Frühen Neuzeit
Poetik – Hermeneutik – Prognostik, Heft 3/4
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Die Auseinandersetzungen mit Träumen in der Frühen Neuzeit Rumäniens basieren auf einer grundsätzlich ambivalenten Zuschreibung ihres Ursprungs. Im Gegensatz zu einer modernen Hermeneutik der Träume, die von Romantik und Psychoanalyse geprägt ist, ist das schlafende Subjekt nur eine mögliche Quelle des Traums unter anderen. Die jeweils anzuwendende Hermeneutik erweist sich als entsprechend komplex; hier wird ein Wissen über Träume, das bis in die Antike zurückreicht, wieder aufgegriffen. Die Hermeneutik wird durch eine Poetik des Traums ergänzt, die wiederum oft nicht-literarisches Traumwissen aufnimmt. Populäre Traumbücher bilden Kontinuitäten bis ins 19. Jahrhundert und damit in die bildlichen und symbolischen Welten einer Moderne, die nur zu gerne ihre frühneuzeitlichen Voraussetzungen verschleiert. Die Beiträge in diesem Band erkunden die Traumkultur der Frühen Neuzeit anhand ausgewählter Schlüsseltexte der romanischen Literatur.
