Mensch werden
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Pater Philipp Jeningen – ein Seliger für heute
Mit dem 16. Juli 2022, dem Fest seiner Seligsprechung, anerkennt die Kirche in feierlicher Weise, dass P. Philipp Jeningen SJ (1642–1704) als Seliger verehrt wird. Ungebrochen ist seit seinem Tod eine tiefe Verehrung des »guten Pater Philipp« an seinen Wirkungsstätten in Ellwangen und in den angrenzenden Regionen. In seinem in radikaler Jesus-Nachfolge geführten Leben an der Seite der Ärmsten seiner Zeit, in der geistlichen und menschlichen Kraft, mit der er die Menschen nach den Schrecken des Dreißigjährigen Kriegs tröstete und aufrichtete, und in seiner mystischen Gottesliebe verkörperte er für sie die Nähe und Liebe des Gekreuzigten und Auferstandenen selbst. Auch heute noch suchen Menschen sein Grab auf und rufen ihn um Hilfe in existenziellen Sorgen an. Die Beiträge dieses Bandes schlagen eine Brücke von der Erinnerung an einen längst verstorbenen heiligmäßigen Mann zum Verlangen heutiger Menschen nach Trost und Ermutigung und zu der Frage nach einer Kirche, die das Evangelium Jesu Christi als Hoffnung für unsere Zeit aufscheinen lässt. Am Beispiel Pater Philipp Jeningens reflektieren sie, welche Zugänge zur Verehrung von Seligen und Heiligen für Gläubige auch heute noch möglich sind.
Kaum ein anderer Heiliger ist so populär wie Sankt Martin. Jahr für Jahr wird bei Laternenumzügen zu Ehren des Heiligen die bekannte Szene der Mantelteilung nachgespielt. Genau diese Bewegung des Martin, der vom Pferd herabstieg, um sich dem Bettler zuzuwenden, bekommt heute eine neue Bedeutung. Die Glaubwürdigkeit der Kirche wird mehr denn je daran gemessen werden, ob sie den Menschen mit ihren Sorgen und Nöten, Fragen und Hoffnungen auf Augenhöhe begegnet. Bischof Fürst lenkt in unterschiedlichen Zugängen den Blick auf Martin von Tours, der durch sein überzeugendes diakonisches Handeln Anstoß und Ermutigung für christliches Leben und Handeln heute ist: in Gott verwurzelt - den Menschen zugewandt. - Martinus als Leitbild von kirchlich-diakonischen Handens - spricht eine breite Zielgruppe an
Christinnen und Christen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben in einer viel beachteten Aktion zur Vorbereitung auf den Katholikentag ihre Geschichten vom Leben aus Gottes Kraft aufgeschrieben. Aus Tausenden von Texten wurde eine Auswahl getroffen, die in diesem Buch vorgestellt wird. Freude und Hoffnung, Zweifel und Ängste finden darin Ausdruck. Vor allem aber sind es ermutigende Zeugnisse davon, wie oftmals unerwartet, Spuren Gottes im Alltag sichtbar wurden und durch schwere Zeiten getragen haben. Eine Ermutigung und Bestätigung für alle, die auch in ihrem Leben Gott begegnen.
'Unterwegs von der Volkskirche zu einer missionarischen Kirche im Volk': Unter diesen Leitgedanken hat Bischof Fürst die Pastoral in seiner Diözese gestellt. Dabei kommt der diakonischen Dimension von Kirche eine besondere Bedeutung zu. Denn nur eine diakonische Kirche ist als missionarische Kirche glaubwürdig. Welchen Stellenwert hat dabei der Diakonat, welche Rolle spielen Ständige Diakone? Welche institutionelle und vor allem auch welche geistliche Gestalt folgt daraus für die Kirche in der Welt von heute? Bischof Fürst, der zugleich auch Protektor des Internationalen Diakonatszentrums ist, stellt seine Überlegungen zur Zukunft von Diakonie und Diakonat vor und gibt damit Antworten auf drängende Fragen zur Zukunft der Kirche. Er zeigt den diakonischen Dienst als Praxis des Diakons wie auch als konkreten, personalen Dienst der institutionalisierten Caritas in Kirche und Gemeinde. Dabei stehen Diakone in besonderer und ausgezeichneter Weise für eine Kirche in der Nachfolge Jesu Christi ein.