Ursprünglich 1951 veröffentlicht, erzählt dieser Roman von einem jungen Mädchen, das mit ihren tiefgläubigen Großeltern im vor dem Krieg liegenden Vyborg lebt, bevor es Teil der Sowjetunion wurde. Leena hasst die Schule, liebt Musik und Regen und wandert in einem Zustand kindlicher Verzauberung durch die Stadt. Wie ein Fichtenzapfen fällt ein Kind in eine Welt, in der logische Unordnung magische Ordnung ersetzt, und dort gerät man in Schwierigkeiten, das werden wir zugeben. Die Welt, die sie bewohnt, weist multiple Realitätsebenen auf, und dies spiegelt sich in der kunstvollen Erzählweise des Romans wider: Leben und Tod sind Spiegelbilder voneinander, und die Realität ist lediglich eine Karte der inneren Welt des Individuums. Durch die naive Perspektive eines jungen Mädchens spricht das Buch tiefgreifende philosophische Anliegen in einfacher, klarer Prosa an.
Eeva-Liisa Manner Knihy

