Knihobot

Renate Bleibtreu

    Zerbrochen
    Ich schreibe Filme
    • Ich schreibe Filme

      Arbeitstagebücher 1955–2001

      Sein langes kreatives Leben über führte Ingmar Bergman Arbeitstagebücher: kleine Spiralhefte, in denen er erste Entwürfe seiner Geschichten niederschrieb und auch während der Arbeit an einem Film oder Buch weiter Notizen machte. In seinen autobiografischen Texten zitiert er ab und zu aus diesen Notizen – ansonsten blieben sie zu seinen Lebzeiten unveröffentlicht. Diese Auswahl aus den Heften bietet nun einen einzigartigen Einblick in seinen kreativen Arbeitsprozess, zeigt aber auch den Menschen und Künstler Bergman noch einmal ganz neu. Hier haben wir teil an einer besonderen Form des autofiktionalen Schreibens, das stets um den eigenen Schaffensprozess kreist. Und so ist es nicht zuletzt ein Bericht darüber, wie ein großer Künstler seine unvergesslichen Geschichten und Bilder zum Leben erweckt.

      Ich schreibe Filme2021
    • Zerbrochen

      • 158 stránek
      • 6 hodin čtení

      In der Literaturgeschichte gibt es immer wieder Entdeckungen, und dieser kurze Roman aus dem Jahr 1930 ist eine der überraschendsten. In den zwanziger Jahren suchte eine Gruppe talentierter junger Lyriker und Erzähler in der schwedischsprachigen Enklave Helsinkis nach neuen Ausdrucksformen. Sie fanden Inspiration in der Anarchie des Dada, dem Expressionismus, dem Kubismus, der Stummfilmkunst und dem Jazz. Einer dieser Künstler war Henry Parland, der 1908 in Viborg geboren wurde und 1930 in Kaunas an Scharlach starb. Er wuchs mehrsprachig auf und hinterließ in Schwedisch ein frühvollendetes Werk, darunter Gedichte, Erzählungen, Essays und den erstmals auf Deutsch erscheinenden Roman "Zerbrochen", der 2005 in authentischer Fassung veröffentlicht wurde. Die Geschichte handelt von der schönen, launischen Ami, die Jazz liebt und ihr Geld verspielt. Sie liebt Henry, doch sie ist tot. Mit Fotos, die er von ihr gemacht hat, versucht Henry, seine Erinnerungen an sie und ihre Liebe wiederzubeleben. Es ist eine scheinbar leichte Geschichte voller Eifersüchteleien und Frivolitäten, in der sich die beiden nicht wirklich kennen. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über das Erinnern und Erzählen selbst, und es überrascht, dass Parland einen Anti-Roman verfasste, zwanzig Jahre bevor diese Form in Frankreich entwickelt wurde.

      Zerbrochen2007