Ein Gespräch über die Liebe
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Queer Studies verdankt seinen Status als akademische Disziplin maßgeblich der Literaturkritik und den theoretischen Schriften von Eve Kosofsky Sedgwick. In „Ein Gespräch über die Liebe“ wendet sie ihre Fähigkeiten auf die Analyse eines viel persönlicheren Themas an. Diese beeindruckend intime Memoiren sind eine Erkundung von Sedgwicks Weg durch die Therapie bei Depressionen, die 18 Monate nach einer Brustkrebsdiagnose beginnt. Sie stellt die Notizen ihrer Therapeutin in einen Dialog mit ihren eigenen Worten, die die Form des Haibun annehmen, die traditionell für Reiseerzählungen reserviert ist; eine Beschreibung eines anderen Werks, das auf diese Weise strukturiert ist, trifft ebenso auf ihr eigenes zu. „Ein Gespräch über die Liebe“ ist ein fesselndes, brillant konstruiertes Porträt der einzigartigen Intimität zwischen Therapeutin und Patient, das die komplexen Beziehungen zwischen kindlicher Frühreife, Positionierung innerhalb der Familie, Fantasie, Sex, dem Körper, Depression und Einstellungen zum Tod erforscht. Durch diese Themen gelangt Sedgwick zu einer hochgradig persönlichen, aber dennoch umfassenden Definition von Sexualität, die Fantasie, Autoerotik und kulturelle Intimität einschließt.


