Knihobot

Laura Sophie Neumann

    Wissenszurechnung bei juristischen Personen nach der Reform der Ad-hoc-Publizität und des Insiderhandels durch die MAR
    • Das In-Kraft-Treten der Marktmissbrauchsverordnung stellt die Frage der Wissenszurechnung bei juristischen Personen im Kontext der Ad-hoc-Publizitätspflicht und des Insiderhandelsverbots neu. Eine europarechtliche Auslegung zeigt, dass die Ad-hoc-Publizitätspflicht kein Wissen(müssen) erfordert, sondern ein effektives Informationsmanagement des Emittenten verlangt. Im Gegensatz dazu entwickelt die Untersuchung für das Insiderhandelsverbot spezifische Grundsätze zur Wissenszurechnung. Die Reform durch die Marktmissbrauchsverordnung wirft die bereits im WpHG diskutierte Frage der Wissenszurechnung erneut auf. Eine autonome Auslegung der Verordnung zeigt, dass die Ad-hoc-Publizitätspflicht keine Kenntnis des Emittenten über die veröffentlichungspflichtigen Informationen voraussetzt, sondern Verhaltensanforderungen an das Informationsmanagement stellt. Für juristische Personen bleibt jedoch die Zurechnung von Insiderwissen nach der Reform erforderlich. Die Untersuchung behandelt die Grundlagen, Voraussetzungen und Grenzen der Wissenszurechnung im europäischen Insiderrecht und analysiert deren Relevanz für die Rechtspraxis. Der Inhalt umfasst die Einführung, Grundlagen der Regelungen, normative Anknüpfungen, die Bedeutung des Wissens vor Inkrafttreten der MAR, die Harmonisierung durch die MAR sowie die zivilrechtlichen Haftungsregime im Zusammenhang mit Ad-hoc-Publizität und Insiderhandel. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Erge

      Wissenszurechnung bei juristischen Personen nach der Reform der Ad-hoc-Publizität und des Insiderhandels durch die MAR