Waldemar Vollerthun (1869-1929) war ein deutscher Marineoffizier und Konteradmiral der Reichsmarine. Ab dem 1. April 1912 leitete er die Zentralverwaltung für das Schutzgebiet Kiautschou beim Reichsmarineamt und arbeitete eng mit Alfred von Tirpitz zusammen. Anfang 1914 wurde er nach Kiautschou entsandt, wo der Erste Weltkrieg ausbrach und er nach Tsingtau kommandiert wurde. Dort übernahm er die Leitung der Nachrichtenabteilung des Gouvernements Kiautschou und nahm an der Belagerung von Tsingtau teil. Nach der Eroberung durch japanische Streitkräfte im November 1914 geriet er in Kriegsgefangenschaft und wurde erst Ende Dezember 1919 entlassen. Er verließ Japan am 27. Dezember 1919 und kehrte am 28. Februar 1920 nach Deutschland zurück. Die Belagerung von Tsingtau, die zwischen dem 13. September und dem 7. November 1914 stattfand, endete mit einem Sieg der japanisch-britischen Truppen. Der vorliegende Band ist ein bedeutendes Dokument dieser Belagerung, veröffentlicht nach Vollerthuns Rückkehr aus der Gefangenschaft. Er berichtet als Augenzeuge anhand seiner Tagebucheinträge über die Ereignisse aus der Perspektive der Belagerten und erfasst detailliert die Lage, Schicksale und Stimmungen seiner Kampfgenossen. Pflichtgefühl und Patriotismus prägen seine Aufzeichnungen. Vollerthun betrachtet das Werk als kleinen Ausschnitt aus dem heroischen Material dieser Zeit. Der sorgfältig bearbeitete Nachdruck der Originalausgabe von 1920
Waldemar Vollerthun Knihy
