Knihobot

Charlotte Kitzinger

    Fiktionen uber den Holocaust: Zu der Notwendigkeit und den Grenzen von Geschichten uber Geschichte
    • Trotz kritischer Diskurse bleibt das Bedürfnis von Autor:innen, fiktional über den Holocaust zu erzählen, ungebrochen. Diese Erzählungen spiegeln ein grundlegendes menschliches Bedürfnis wider, das sowohl biologisch als auch kulturell verankert ist. Romane der Holocaustliteratur thematisieren auf vielfältige Weise traumatische Ereignisse und vermischen Faktisches mit Fiktivem. Fiktionale Erzählungen bieten erweiterte Möglichkeiten zur Konstruktion von Geschichten und erreichen Leser:innen oft auf empathische Weise. Seit 1933 gibt es ein kontinuierliches Bedürfnis, den Holocaust in Romanen zu verarbeiten, wobei zentrale Themen meist Extremerfahrungen und deren traumatische Auswirkungen sind. Das Buch beleuchtet die Vielfalt und Bedeutung dieser Werke der Holocaust- und Lagerliteratur. Es enthält zusätzliche Informationen im Anhang, der heruntergeladen werden kann. Die Kapitel behandeln unter anderem die biologischen Grundlagen des Geschichtenerzählens, die Rolle von Narrativen in Kunst und Religion, das narrative Gehirn, die heilende Wirkung von Literatur sowie traumatheoretische Ansätze. Auch die Darstellungsweisen des Traumas in der fiktionalen Literatur werden untersucht, von den frühen Texten bis zur Gegenwart. Die Zusammenfassungen der Werke der Überlebenden und der zweiten sowie dritten Generation runden die Analyse ab.

      Fiktionen uber den Holocaust: Zu der Notwendigkeit und den Grenzen von Geschichten uber Geschichte