Knihobot

Marcus Ziesmann

    Der Körper als Adressat der Erziehung
    • Der Körper als Adressat der Erziehung

      Eine exemplarisch empirische Studie zur Frage der Umsetzung dieser Erziehungsperspektive in der Praxis der stationären Jugendwohngruppenarbeit

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      Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,0, Universität Hamburg (Erziehungswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Wahrnehmen, Berühren und Bewegen sind untrennbar mit dem Körper verbunden. Fühlen, Sprechen, Hören, Schmecken, Gehen, Sitzen, Laufen, Spielen und Sexualität sind ohne Körpererleben kaum möglich. Der Mensch ist untrennbar mit seinem Körper verbunden, und das Mensch-Sein beinhaltet ein Körper-Sein. Dennoch fehlen körperbezogene Themen in der Heimerziehungsliteratur, was angesichts der vielfältigen körperbezogenen Störungen und Probleme von Jugendlichen fragwürdig ist. Pädagoginnen stehen vor der Herausforderung, mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, Verwahrlosung, Über- oder Untergewicht, aggressivem Verhalten, Hyperaktivität, Bindungsstörungen und Suchtproblemen umzugehen. Eine ganzheitlich orientierte Heimpädagogik scheint notwendig, um diesen komplexen Anforderungen gerecht zu werden. Das Verhältnis von Wissenschaft und Körper hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. In der Antike wurde der Körper oft als Hindernis für den Erkenntnisprozess angesehen und diskriminiert. Die Trennung von Körper und Geist implizierte, dass Denken unkörperlich sei, während der Körper als Verbindung zur Tierwelt galt. Diese Trennung prägt bis heute die europäische Kultur und spiegelt sich in der Sprache wider. Aktuelle Tendenzen in der Wissenschaft versuchen, körperliche Aspekte für die Erke

      Der Körper als Adressat der Erziehung