Knihobot

Oliver Nelle

    Siedlungsarchäologie im Alpenvorland XV. Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee
    • Siedlungsarchäologie im Alpenvorland XV. Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee

      Befunde und dendrochronologische Untersuchungen

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      Die Fundstelle Sipplingen-Osthafen am Nordufer des Überlinger Sees zählt zu den bedeutendsten prähistorischen Seeufersiedlungen des Bodensees und ist seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Bereits 1864 entdeckt, erlangte die Stätte durch die Grabungen von Prof. Dr. Hans Reinerth in den Jahren 1929-30 frühe Bekanntheit. Diese Pionierarbeit hinterließ jedoch viele offene wissenschaftliche Fragen. In den 1960er und 1970er Jahren führte der Bau eines Hafens zur Zerstörung von Teilen des Siedlungsareals, was 1978 erste taucharchäologische Untersuchungen nach sich zog. In den folgenden drei Jahrzehnten dokumentierten systematische Sondagen, Bohrungen und Oberflächenaufnahmen die Reste von mindestens 21 Siedlungen aus der Zeit zwischen 3900 und 900 v. Chr. Trotz des Fehlens großflächiger Grabungen ergaben die gezielten Untersuchungen ein detailreiches Bild der Siedlungsentwicklung über 3000 Jahre. Archäobiologische, geoarchäologische und dendroökologische Analysen lieferten Einblicke in Wirtschaftsweise, Ressourcennutzung und menschlichen Einfluss auf die Umwelt. Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse der Grabungen und dendrochronologischen Analysen sowie Schlussfolgerungen zur Besiedlungsgeschichte und Bauweise. In zwei weiteren Bänden werden Funde und naturwissenschaftliche Ergebnisse folgen.

      Siedlungsarchäologie im Alpenvorland XV. Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee