Jugendliche Entfaltungs- und Gestaltungsräume im britischen Drama der 1950er und 1960er Jahre
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Osbornes Look Back in Anger markiert einen Generationenkonflikt im britischen Theater, der mit einer intensiven Thematisierung reziproker Selbst- und Weltverhältnisse in realistisch-alltäglichen dramatischen Räumen einhergeht. Die Protagonisten des kitchen-sink dramas zeichnen sich durch emotionale Positionierung aus. Die Uraufführung 1956 gilt als tiefgreifende Zäsur in der britischen Theater- und Dramengeschichte. Der Autor untersucht den Übergang von drawing-room comedies zu kitchen-sink dramas und analysiert thematisch vielfältige Texte nach 1956, die die individuellen Ich/Welt-Interaktionen jugendlicher Protagonist*innen beleuchten. Mithilfe eines umfassenden Methodengerüsts, das Dramen-, Bildungs- und Subjektivierungstheorien vereint, treten in den Analysen mannigfaltige, jugendliche Figurenkonzeptionen hervor, die sich emotional in facettenreichen Entfaltungs- und Gestaltungsräumen positionieren. Das Novum ab 1956 zeigt sich in der expliziten Thematisierung von Selbst- und Fremdverhältnissen in jugendlichen Figurennetzen. Die Inhaltsverzeichnisse umfassen Themen wie Jugend im Drama der britischen Nachkriegszeit, Subjektivierungs- und Bildungsprozesse, mentale Verortungsstrukturen, jugendliche Mitspielkompetenz, Entfaltungsräume im Kontext jugendlicher Sexualität, interfigurale Jugendgewalt und Authentizität als Ausdruck ausgewogener Ich/Welt-Positionierungen.
