Um die Erderwärmung durch den anthropogenen Treibhauseffekt auf maximal 1,5 °C zu begrenzen, hat die Bundesregierung ambitionierte Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen definiert. Die deutschen CO2-Emissionen sollen durch Effizienzmaßnahmen und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien (EE) gesenkt werden. Der Anteil der EE am Bruttostromverbrauch in Deutschland stieg bis 2018 auf 37,8 %, während der Anteil am Primärenergieverbrauch nur 14 % erreichte. Dies liegt vor allem am geringen Anteil der EE in den Sektoren Wärme und Verkehr. Um diese Sektoren zu stärken, wird eine Sektorenkopplung vorgeschlagen, die Synergien zwischen ihnen nutzt. In der vorliegenden Arbeit wird ein detailliertes Modell des Verkehrssektors erstellt, das zeitlich und regional hoch aufgelöste Ergebnisse liefert. Der Verkehrssektor wird in motorisierten Individualverkehr, Güterverkehr, Schienenverkehr und öffentlichen Personennahverkehr unterteilt, während Luft- und Binnenschifffahrt nicht betrachtet werden. Dieses Modell wird mit einem Stromerzeugungsmodell gekoppelt, um eine Gesamtsystemanalyse durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine zunehmende Elektrifizierung des Verkehrssektors zu hohen CO2-Emissionsminderungen führen kann, wobei die direkte Elektrifizierung synthetischen Kraftstoffen vorzuziehen ist. Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten nach dem Netzentwicklungsplan 2030 reicht jedoch nicht aus, um die Emissionsminderun
Hendrik Tödter Knihy
