Die Eurozone in der Krise
Die Währungsunion zwischen nationalem Kontrollanspruch und europäischer Regulierung
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Masterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: Die gegenwärtige ökonomiebasierte Krise der Eurozone dominiert die europäische Politik und Öffentlichkeit. Die Existenz dieser europäischen Vertragsgemeinschaft wird einer grundlegenden Überprüfung unterzogen. Seit 2008 haben die Eurozonen-Staaten mit gemeinsamen Maßnahmen auf die Krise reagiert, die über die ursprünglichen Vertragsvereinbarungen hinausgehen. Insbesondere das Schuldenkrisenmanagement und die Diskussion um eine Wirtschaftsregierung verdeutlichen die engere Zusammenarbeit der Vertragspartner. Dennoch wird kritisiert, dass die bisherigen Maßnahmen symptomorientiert sind und nicht ausreichen, um die ökonomische Krise zu lösen. Der Wirtschafts- und Währungsunion werden krisenverschärfende Mängel attestiert, deren institutionelle Defizite dringend behoben werden müssen. Barroso spricht von einer Systemkrise der Eurozone, die durch die ungleiche Wettbewerbsfähigkeit und Bonität der Eurostaaten verstärkt wird. Um der Krise entgegenzuwirken, plädiert die EU-Kommission für eine tiefere ökonomische Integration, jedoch scheinen die Interessen der Eurostaaten in Wirtschafts- und Finanzfragen zu unterschiedlich. Der portugiesische Staatspräsident bewertet die bisherigen Maßnahmen als Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners. Besonders wirtschaftlich starke Eurozonen-Staaten, wie Deutschland,
