Knihobot

Iris Riege

    Ambulante Interventionen der DDR-Jugendhilfe in die Familien in den 1960er bis 1980er Jahren.
    • Ambulante Interventionen der DDR-Jugendhilfe in die Familien in den 1960er bis 1980er Jahren.

      Rechtliche Normierung sowie tatsächliche Anlässe.

      • 262 stránek
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      Die vorliegende Arbeit trägt zur Darstellung der DDR-Jugendhilfe und des öffentlichen Rechts der DDR bei. Sie untersucht die rechtliche Normierung von ambulanten Interventionen der DDR-Jugendhilfe in Familien und identifiziert empirisch die Anlässe für diese Interventionen anhand von Einzelfallakten. Die Autorin entwickelt eine eigene These zum Rechtsbegriff des öffentlichen DDR-Familienrechts. Der Ansatz analysiert den Charakter des DDR-Rechts außerhalb rechtsstaatlicher Maßstäbe und nutzt eine eigens entwickelte Terminologie zur Exegese von Schlüsselquellen des Familien- und Jugendhilferechts der DDR. Es zeigt sich, dass kaum klare, verbindliche Voraussetzungen für die Arbeit der Jugendhilfe normiert wurden. Daher wird empirisch untersucht, welche tatsächlichen Anlässe für staatliche Interventionen in Familien aus den Einzelfallakten der Jugendhilfe hervorgehen. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das öffentliche DDR-Familienrecht als Kompetenzzuweisungs- bzw. Organisationsrecht fungierte, das der Jugendhilfe eine Art "Generalermächtigung" einräumte. Die Arbeit umfasst eine Einführung, die Methodik, eine Exegese zentraler Rechtsnormen sowie eine empirische Analyse von Einzelfallakten, gefolgt von einer Schlussbetrachtung und Anhängen, die Interviews, Gesetzestexte und Auswertungen enthalten.

      Ambulante Interventionen der DDR-Jugendhilfe in die Familien in den 1960er bis 1980er Jahren.