Am Scheidewege
Ausgewählte Aufsätze, basierend auf der vierbändigen hebräischen Gesamtausgabe
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Seit den Anfängen der Aufklärung reflektieren Juden über ihr Selbstverständnis und die conditio humana in der Moderne, was zur Entstehung einer modernen jüdischen Geschichtswissenschaft, Philosophie und einer faszinierenden Literatur geführt hat. Die Shoah und die Staatsgründung Israels haben diesen Diskurs mit neuen Bezugspunkten bereichert. Die von Christian Wiese herausgegebene Schriftenreihe hat sich zum Ziel gesetzt, schwer zugängliche oder verborgene Quellen und Werke zur jüdischen Geschichte und jüdischem Denken seit dem 17. Jahrhundert in kommentierter Form neu herauszugeben. Der hebräische Titel Mar ot (Spiegel) verweist auf die facettenreiche Entwicklung des Judentums, das in den Spiegeln von Tradition und zeitgenössischer Kultur neue Identitätsentwürfe hervorgebracht hat. Achad Ha'am, einer der bedeutendsten Theoretiker des Zionismus und hebräischen Schriftsteller, reflektiert die Begegnung des osteuropäischen Judentums mit der Moderne. In seinem 1921 veröffentlichten Werk Am Scheidewege entwickelte er die Theorie des Kulturzionismus und betonte die kulturelle Erneuerung des Judentums in der Diaspora. Die neue Ausgabe bietet eine umfassende Auswahl zentraler Texte von Achad Ha'am, von denen einige erstmals ins Deutsche übersetzt wurden, und ermöglicht spannende Einblicke in die Entwicklung des frühzionistischen Denkens.
