Knihobot

Vladimir Vertlib

    2. červen 1966
    Vladimir Vertlib
    Mein erster Mörder
    Zebra im Krieg
    Letzter Wunsch : Roman
    Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur
    Šimonovo mlčení
    Vyhoštění
    • Vyhoštění je autobiografická. Líčí snahu židovské rodiny uchytit se v USA, přesvědčit úřady, aby jí daly povolení k pobytu. Čeká ji nekonečná anabáze nejrůznějšími úřady a nakonec nekompromisní vyhoštění. Čtrnáctiletý mladík vnímá velmi intenzivně korektní, nicméně neosobní chování úředníků, které ve vypjaté situaci vyústí v antisemitské postoje.Tato základní textová linie se prolíná s pohledem na americkou každodennost i se vzpomínkami na ruskou realitu, Vertlib se v krátké epizodě z poválečného Sovětského svazu snaží o obecnější uchopení „ruské duše“.

      Vyhoštění
    • V nejnovějším díle autora prožíváme jeho smutné zkušenosti jako dítě v izraelské škole, vtipné příběhy nás zavedou na vídeňskou univerzitu a na chvíli se vrátíme do šedesátých let v Rusku. Román se dotýká řady závažných témat, jako je každodenní život ruských židů v Izraeli, jejich integrace do nové společnosti a vztah k Rusku, konfrontace s arabským světem a nejasná politická perspektiva. Autor kriticky hodnotí současnou rakouskou společnost, její nepřátelské postoje k cizincům a reminiscence na nacionálně-socialistickou minulost, které ovlivňují názory mladé generace. Díky svému rodinnému zázemí autor dobře rozumí poměrům v Sovětském svazu a konfrontuje život dvou přátel, jejichž osudy se v emigraci diametrálně liší – zatímco jeden dosahuje úspěchů, druhý se potýká s marností a nenaplněností. Většina autorových děl je silně ovlivněna osobními zážitky, které dokáže analyzovat a kriticky zhodnotit. V tomto románu se vyrovnává se svým vlastním údělem, přičemž jeho pocit sounáležitosti přesahuje do Ruska a Izraele. Autor vyjadřuje své myšlenky s lehkostí, humorem a hlubokým zamyšlením.

      Šimonovo mlčení
    • Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur

      • 429 stránek
      • 16 hodin čtení
      4,5(8)Ohodnotit

      Ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2001 und dem Anton-Wildgans-Preis 2001! Über neunzig Jahre alt ist Rosa Masur, als sie für ein Jubiläumsbuch, das anläßlich der 750-Jahr-Feier der deutschen Stadt Gigricht erscheint, aus ihrem Leben erzählen soll. Erst wenige Monate zuvor ist sie mit Sohn Kostik und Schwiegertochter Frieda aus Russland ausgewandert; da kommt das Honorar für die Mitarbeit an dem Buch gerade recht. Und Rosa erinnert sich: an Schmuggler, Menschenfresser und Hexen, Antisemiten und Bürokraten, an den jüdischen Flüchtling Gebels, der 1941 für einen Verwandten von Reichspropagandaminister Goebbels gehalten wird, an den fehlenden Buchstaben in einer Hausübung, der ihren Sohn ins Gefängnis bringt, und an Stalin, mit dem sie eine ganz besondere Geschichte verbindet. Ein Städtl im polnisch-russischen Grenzgebiet, in dem die kleine Rosa aufwächst, die Pogrome während des Bürgerkriegs, die Stadt Leningrad in der »Aufbauphase« des Kommunismus, der polnische Terror der dreißiger Jahre, die Leningrader Blockade im Zweiten Weltkrieg und Stalins Judenverfolgung bilden den Hintergrund für dieses russisch-jüdische Frauenschicksal. Und immer wieder verwischen sich die Grenzen der Erinnerung, begleitet von den Schilderungen des oft absurden Immigrantenalltags im Deutschland der Gegenwart.

      Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur
    • Gabriel Salzinger versucht den letzten Willen seines verstorbenen Vaters zu erfüllen: ein Grab auf dem jüdischen Friedhof der deutschen Kleinstadt Gigricht, neben seiner Frau. Doch das Begräbnis wird unterbrochen: eine Mitarbeiterin der Israelitischen Kultusgemeinde hat herausgefunden, dass Gabriels Vater nach orthodox jüdischem Verständnis kein Jude gewesen ist - die Großmutter mütterlicherseits war Christin - und demnach auf dem jüdischen Friedhof nicht begraben werden darf. Was folgt, ist der immer absurder werdende Kampf des Sohnes um das Recht des Vaters auf einen Grabplatz auf dem jüdischen Friedhof.

      Letzter Wunsch : Roman
    • Zebra im Krieg

      Roman nach einer wahren Begebenheit

      • 286 stránek
      • 11 hodin čtení
      3,5(2)Ohodnotit

      Liebevoller Vater und wütender Hassposter: Paul ist beides, und als er im Netz bloßgestellt wird, kämpft er um seine Würde, Familie – und sein Leben. Mit der Geschichte von Paul Sarianidis gelingt Vladimir Vertlib in „Zebra im Krieg“ ein meisterhaft ironischer, jedoch stets von Zuneigung und Humanität erfüllter Blick in menschliche und politische Abgründe: Paul lebt mit seiner Familie in einer vom Bürgerkrieg heruntergewirtschafteten osteuropäischen Stadt am Meer. Als er arbeitslos wird, verstrickt er sich immer tiefer in die wüsten Debatten, die in den Sozialen Medien toben. Doch eines Tages wird Paul von Boris Lupowitsch, einem Rebellenführer, den er im Internet bedroht hat, verhaftet. Lupowitsch rechnet mit ihm vor laufender Kamera ab. Paul wird verhöhnt und gedemütigt, das Video millionenfach gesehen. Wie kann er mit dieser Schande weiterleben?

      Zebra im Krieg
    • In der Titelgeschichte „Mein erster Mörder“ wird ein bis dahin unbescholtener Mann wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Was haben sein Vater und dessen Rolle im Zweiten Weltkrieg mit dem Sohn und seiner Tat zu tun? In insgesamt drei Geschichten zeichnet Vladimir Vertlib das Leben von Menschen, die zwischen politischer Willkür und schicksalhaften Gegebenheiten ihre Würde oder auch nur ihr nacktes Leben zu bewahren versuchen, nach: ganz ruhig und unaufgeregt, stets auf Augenhöhe mit den Menschen, ohne sich über sie zu erheben - und gerade deshalb umso spannender.

      Mein erster Mörder
    • Am Morgen des zwölften Tages

      • 558 stránek
      • 20 hodin čtení
      3,0(4)Ohodnotit

      Astrid Heisenberg und ihr Großvater haben auf sehr unterschiedliche Weise eine enge Beziehung zum Orient. Astrid hat eine Schwäche für orientalische Männer. Doch der Vater ihrer mittlerweile 19-jährigen Tochter, Khaled aus dem Irak, hat sich noch vor der Geburt des Mädchens aus dem Staub gemacht. Und auch ihre aktuelle Affäre steuert auf eine Katastrophe zu. Um sich abzulenken, beginnt Astrid, die Lebenserinnerungen ihres Großvaters aufzuschreiben. Sebastian Heisenberg war ein bekannter deutscher Orientalist. Im Zweiten Weltkrieg war er für das Reichspropagandaministerium und die deutsche Abwehr tätig und verfasste ein Buch, in dem er eine „faschistische Perspektive für die Welt des Islam“ zeichnete. Vladimir Vertlib widmet sich in seinem neuen Roman den großen Themen der Gegenwart: dem Gegensatz zwischen Orient und Okzident in Religion und Kultur - und dennoch dem Verbindenden zwischen den Menschen.

      Am Morgen des zwölften Tages
    • Vladimir Vertlib erzählt die Geschichte von den Irrwegen einer russisch-jüdischen Familie auf dem Weg in die erhoffte Freiheit. Die Stationen der Reise sind Wien, Israel, Holland, Italien, die USA und abermals Wien, wo die Familie, einem Bumerang gleich, immer wieder landet. Während die einzelnen Etappen meist überraschend komisch und grotesk enden, gleichen sich Fremdheitserfahrungen in den „Zwischenstationen“.

      Zwischenstationen
    • Lucia Binar und die russische Seele

      • 318 stránek
      • 12 hodin čtení
      3,1(37)Ohodnotit

      Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in „Große Möhrengasse“ umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen. Dabei hilft ihr ausgerechnet Moritz, ein Student, der die „Anti-Rassismus-Initiative Große Möhrengasse“ unterstützt. Mit viel Humor erzählt Vladimir Vertlib die Geschichte einer alten Dame, die entschlossen ist, ihre Würde zu bewahren.

      Lucia Binar und die russische Seele
    • Spiegel im fremden Wort

      Die Erfindung des Lebens als Literatur.

      Neben dem subjektiven und dem kollektiven Gedächtnis gibt es noch ein interessanteres, wenn auch seltener zitiertes: nämlich das 'subversive' Gedächtnis. Es treibt mit dem sich Erinnernden allerlei Späße, bedient Erwartungen, macht halsbrecherische Kapriolen, vor allem aber lässt es sich nie festlegen und findet letztendlich doch einen Weg zur so genannten Wahrheit. Im Januar 2006 gab Vladimir Vertlib im Rahmen der 5. Dresdner Chamisso-Poetik-Dozentur einen Einblick in die Bedingungen und Voraussetzungen seines Schreibens. Anhand von Beispielen aus seinen Texten sprach Vertlib über die Rolle des Schriftstellers in unserer Zeit, über sein Schreiben zwischen den Sprachen und über das Spannungsverhältnis von Literarizität und Authentizität in jeder Form von Literatur: „Sogar eine Autobiographie, die sich explizit als solche ausweist, ist eine Fiktion, weil durch die Streiche, welche uns die Erinnerung spielt, durch Auslassungen und Interpretationen, das eigene Leben nachträglich neu ‚erfunden’ wird.“

      Spiegel im fremden Wort