Jean Hatzfeld is a journalist whose writing offers a profound and unflinching look at the Rwandan genocide. Through his dedicated reporting, he brings to light the human stories and complex truths behind this devastating event. His work serves as a crucial testament to the resilience of the human spirit and the enduring impact of historical trauma, urging readers to confront difficult realities with empathy and understanding.
This title explores conversations with both Hutus and Tutsis, including former killers and Tutsi escapees. It delves into themes of memory, hope, and the enduring nature of grief.
Nach Nur das nackte Leben (Haland & Wirth) nun die Berichte der Täter des Völkermordes in Ruanda, die in Frankreich bereits ein breites Medienecho hervorriefen: als einmaliges Dokument – denn es gibt kaum Berichte von Tätern eines Genozids, die so kurz nach den Verbrechen entstanden sind. Wer verstehen will, was vor 10 Jahren in Ruanda geschah, sollte dieses Buch lesen.
Wiosną 1994 roku, podczas rzezi Tutsich w Rwandzie, Jean Hatzfeld był w Sarajewie, relacjonując mistrzostwa świata w piłce nożnej. Z hotelu w San Francisco dowiaduje się o ludobójstwie i wkrótce zostaje wysłany do Rwandy, by opisać ucieczkę Hutu. Po powrocie do Paryża zastanawia się nad brakiem uwagi mediów dla ocalałych. W 1997 roku wraca do Rwandy, aby wysłuchać świadectw tych, którzy przeżyli. Książka zawiera opowieści trzynastu Tutsich, którzy przez tygodnie ukrywali się w bagnach, walcząc o przetrwanie. Ich relacje, pełne metafor, ukazują brutalność, której doświadczyli, ale także ich niezwykłą zdolność do życia mimo straty bliskich i domów. Mówią o bezsilności wobec zbrodni sąsiadów, ale też o braku nienawiści i chęci powrotu do normalności. Hatzfeld maluje portrety ocalałych, takich jak nauczyciel Innocent czy szwaczka Jeannette, i stara się zrozumieć, jak można żyć obok morderców. Jego relacje są głębokim zapisem ludzkiego cierpienia, a także próbą zrozumienia traumy, z jaką muszą się zmagać. Hatzfeld staje się częścią ich świata, by lepiej opisać ich historie.
Ohne Unterlass durchstreift Englebert Munyambonwa, ein sechsundsechzig-jähriger Tutsi, die Straßen und Kneipen von Nyamata im Süden Ruandas – stets einen Witz auf den Lippen, ständig in Bewegung. Im Gehen weiche er der Schwarzseherei aus, sagt er. Er wolle sich nicht mehr erinnern. Doch nach ein paar Bier und aus Freundschaft zu dem französischen Journalisten, mit dem er so gern plaudert, beginnt Englebert zu erzählen: von einem Leben voller Brüche und Neuanfänge, von den ersten Verfolgungen durch Hutu in den sechziger Jahren und von den Hoffnungen junger afrikanischer Intellektueller. Immer wieder flammt der Hass zwischen Hutu und Tutsi auf und treibt Englebert mit seiner Familie zur Flucht. Und immer wieder kehren sie zurück – bis zum Massaker von Nyamata, bei dem 1994 mehr als 45.000 Menschen niedergemetzelt werden. Englebert überlebt in den Sümpfen, vier Wochen lang, jeden Tag aufs Neue bedroht. Kaum jemand hat sich der Aufarbeitung des Genozids in Ruanda derart verschrieben wie der französische Journalist und Romancier Jean Hatzfeld. Bei seinen Recherchen in Nyamata lernte Hatzfeld auch Englebert kennen. Nun leiht er ihm seine Stimme – für das so beeindruckende wie bedrückende Porträt eines Lebens und der ausweglosen Flucht vor der Erinnerung.
Es geschah 1994, zwischen Montag, dem 11. April, 11 Uhr, und Samstag, dem 14. Mai, 14 Uhr: Rund 50.000 der etwa 59.000 Menschen zählenden Tutsi-Bevölkerung wurden auf den Hügeln der Gemeinde Nyamata in Ruanda mit der Machete abgeschlachtet – von Milizleuten und ihren Hutu-Nachbarn, tagtäglich von 9.30 bis 16 Uhr. Das ist der Ausgangspunkt dieses Buches. Einige Tage zuvor, am 6. April 1994, war das Flugzeug des Präsidenten der Republik beim Landeanflug auf die Hauptstadt explodiert. Dieses Attentat hat die vorbereitete Ermordung der Tutsi-Bevölkerung ausgelöst: Sie beginnt in der Hauptstadt und dehnt sich dann auf das ganze Land aus. In Nyamata, einem Marktflecken in Bugesera, dem Land der Hügel und Sümpfe, beginnt das Morden vier Tage später. Nur wenige Tutsis überleben die Massaker. Der Journalist Jean Hatzfeld hat Nyamata besucht und vorsichtig das Vertrauen einiger Überlebender gewonnen. Sie brechen ihm gegenüber ihr Schweigen und erzählen in einfacher fast poetischer Sprache, was ihnen widerfahren ist. Diese Berichte von Kindern, Frauen und Männern sind ergreifend und erreichen mit ihrer authentischen Kraft eine allgemeingültige Dimension. Jeder, der diese Berichte gelesen hat, wird sie nicht mehr vergessen. Ausgezeichnet mit dem Preis »France Culture 2000« und dem »Prix Pierre Mille«.