The Phoenix
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Schönheit der Verwilderung - Das kurze Leben des Johann Christian Günther - bk1435; Eichborn Verlag; Henning Boetius; Paperback; 1987
Georg Christoph Lichtenberg war ein herausragender Aphoristiker, Kunstkritiker und Naturwissenschaftler der Aufklärung, bekannt für seinen Witz und seine kritische Denkweise. Das Buch erscheint anlässlich seines 200. Todestags am 24. Februar 1999.
Diese Romanbiografie über Arthur Rimbaud, den "enfant terrible" der Kunstszene des 19. Jahrhunderts, wird als eindringlich beschrieben. Boëtius verknüpft Wahres mit Wahrscheinlichem und gibt Rimbaud auf seinem Sterbebett eine Stimme. Es ist eine bewegende Beichte über ein Leben voller Unrast und Genialität.
Troll Minigoll, ein kleiner Steintroll, lebt mit seinem Volk - das sind allerlei Steine, Kiefern, Tannen, Birken und Schiefer - friedlich auf der Insel Trollba. Hier herrscht tagsüber nur stille Natur, doch nachts erwacht die Trollwelt zu munterem Leben, zumal das Hauptfach in der Schule "Furcht einflößen" heißt. Aber dann wird Troll Minigoll zu den Menschen in die Stadt verschleppt. Ob ihm die Rückkehr in seine Heimat gelingen wird? Können seine neuen Freunde Jonny Albatros und Charlie Schmitzmesser ihm helfen?
'Die ganze Welt in einem Satz' ist ein spannendes Buch über Sprache und zugleich eine spielerische Anleitung zum Schreiben von Geschichten und Texten – für Kinder ab 12 und alle anderen jungen Dichter. Da schleicht sich eine wunderbare Geschichte in den Kopf – doch wie soll man sie zu Papier bringen? Die Autoren Christa Hein und Henning Boëtius, beide erfolgreiche Schriftsteller, zeigen, wie man Sprache gezielt einsetzt und so Spaß am Schreiben hat. Sie laden ein zu einer Reise durch Theorie und Praxis: Woraus besteht die Sprache und wie kann man sie treffend einsetzen? Welche Bedeutung haben Adjektive und wie schreibe ich abwechslungsreich? Wie erfinde ich eigene Wortbilder? Wie beginne ich meine Geschichte? Erprobt in vielen Sprach- und Schreibseminaren mit Kinder und Jugendlichen baut hier eins auf dem anderen auf: von Buchstaben über Wörter, zu Erzählperspektiven, Metaphern und dem berühmten ersten Satz. Zahlreiche spielerische Übungen, Aufgaben und Tipps fordern dazu auf, das Gelesene direkt umzusetzen, Wortschlangen oder Schachtelsätze zu bilden, nach weichen, harten und knarzigen Wörtern zu forschen, Alternativen zu allzu gebräuchlichen Worten zu finden oder Hör- und Seheindrücke niederzuschreiben. Denn Schreiben folgt dem sinnlichen Erleben – und man sollte genau beobachten, um so die Welt in seinen eigenen Wörtern und Sätzen einzufangen.
Georg Christoph Lichtenberg, Aphroristiker, Kunstkritiker und Naturwissenschaftler, war einer der brillantesten, witzigsten, aber auch kritischsten Köpfe der Aufklärung - und eine der skurrilsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Das Buch erscheint zum Lichtenberg-Jubiläum (200. Todestag) am 24. Februar 1999
Arthur Rimbaud – das enfant terrible der Künstlerkreise im Paris des späten 19. Jahrhunderts – war der Wegbereiter des Symbolismus und Surrealismus. Auf der Flucht vor einer Jugend in provinzieller Enge, getrieben von einem quälerischen Verhältnis zu seiner Mutter, verfing er sich in einer wilden Liebesbeziehung zu Paul Verlaine - der später versuchen sollte, ihn zu töten. Im Alter von neunzehn Jahren hörte Arthur Rimbaud für immer auf zu dichten. Sein Leben jedoch blieb ein einziges radikales Experiment, er selbst ein ruheloser Nomade zwischen Frankreich und Afrika, bis er mit nur 36 Jahren an Knochenkrebs verstarb. Kaum ein Dichter war so besessen und widersprüchlich, so kühn und ängstlich, so ekstatisch in seinen Visionen und so nüchtern an Verstand, so rücksichtslos gegen sich selbst und andere und dabei so voller Sehnsucht wie Arthur Rimbaud. Henning Boëtius verknüpft in seiner Romanbiographie „Ich ist ein anderer“ das Wahre mit dem Wahrscheinlichen und verleiht dem kranken Rimbaud auf dem Sterbebett ein letztes Mal eine Stimme. Es wird eine mitreißende und aufrüttelnde Beichte über ein Leben voller Unrast, Genialität und Raserei.
Henning Boetius beleuchtet die globale Situation, Chancen und Herausforderungen der Wasserstofftechnologie als schadstofffreien Energieträger der Zukunft. Er behandelt die physikalischen und chemischen Grundlagen sowie die neuesten Entwicklungen in der Wasserstofftechnologie und analysiert die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen für Individuen und die Gesellschaft. Diese Einführung in ein innovatives Thema zeigt, dass Wasserstoff, neben Solarenergie und Windkraft, eine zentrale Rolle in der zukünftigen Energieversorgung spielen kann. Die Zeiten, in denen die Idee belächelt wurde, sind vorbei; die Automobilindustrie arbeitet bereits intensiv an entsprechenden Projekten, von denen einige bereits auf dem Markt sind. Alternative Energiequellen bieten zudem Sicherheit vor Terroranschlägen auf Atomkraftwerke und geopolitischen Konflikten, die die Ölversorgung gefährden könnten. Der Inhalt umfasst eine Einführung in die aktuelle Energieversorgungssituation, grundlegende Konzepte wie Materie, Energie, Wärme und Wirkungsgrad, sowie detaillierte Informationen zur Wasserstofftechnologie, einschließlich Erzeugung, Transport, Speicherung und den Umgang mit potenziellen Gefahren. Weitere Themen sind die Brennstoffzelle und der Entwurf einer globalen Wasserstoffwirtschaft. Ein Fazit sowie Anhang, Bibliographie und Register runden das Werk ab.
Der Restaurator eines kleinstädtischen Kunstmuseums entdeckt zufällig im Keller des Gebäudes ein offenbar außerordentliches Gemälde aus der Frührenaissance: Das Porträt einer schönen jungen Frau zieht ihn sofort in seinen Bann. In der Folge arbeitet er wie ein Besessener an der Wiederherstellung des Bildes. Um dieselbe Zeit kommt die junge Kunststipendiatin Laura in die Stadt. Auch sie übt magische Anziehungskraft auf den Museumsangestellten aus. Als dieser zusehends Ähnlichkeiten zwischen seinen beiden Angebeteten entdeckt, beginnt ein verwirrendes Spiel zwischen realer Person und Bild, in dem sich obendrein eine berühmte Liebesgeschichte zu spiegeln scheint: die Romanze des berühmten Renaissancedichters Francesco Petrarca mit Laura de Sade, seiner angebeten „Donna Laura“. Offenbar hat der Restaurator deren einziges erhaltenes Porträt entdeckt und anscheinend war ihr der Maler ebenfalls in großer Leidenschaft zugetan, wie die freigelegten Beschädigungen beweisen. Der Kampf des Restaurator um eine authentische Wiederherstellung des Bildes verbindet sich immer mehr mit seinem Wunsch, sich der lebenden Laura anzunähern.
Novelle
Was trug sich vom 10. bis 15. März 1832 im Gartenhaus in Weimar zu, bevor Johann Wolfgang von Goethe am 22. März nach schwerem Todeskampf an Herzversagen starb? Nach gewissenhaften Recherchen im Frankfurter Hochstift und in Weimar entwickelt Boëtius eine völlig neue These über Anlaß und Verlauf des Besuches von Siegfried von Arnim im Hause Goethe. Was Boëtius vermutet, klingt einleuchtend; Der Besuch des jungen Mannes, mit dem der alte Goethe trotz eisigen Winterwetters zum Erstaunen der Bürger Weimars mehrere Kutschfahrten unternahm, könnte eine andere Absicht gehabt, aber auch eine andere Entwicklung genommen haben, als bisher gemeinhin angenommen wurde. Ein sensationeller Beitrag zum Goethejahr! „Er weiß, daß er sich den ganzen Speckmantel eines Ruhmes angefressen hat wie ein Tier, das Sorge dafür trug, über den Winter seines Alters zu kommen. Jetzt weiß er, daß die Vorräte aufgezehrt sind. Er sitzt auf der Bettkante und friert wie nie zuvor in seinem Leben. Doch die Nähe des jungen Mannes neben ihm wirkt auf ihn wie ein Zephir in der Polarnacht. Die Wärme des Blutes zieht ihn unwiderstehlich an und läßt ihn alle Rücksichten auf Sitte und Anstand vergessen. Er fühlt sich völlig allein im Kosmos mit diesem einzigen Begleiter, allein auf dem Reisebett, das durch die Dunkelheit schwimmt wie eine schlanke Gondel.“
Manchmal dauert es ein Leben lang, bis man nicht mehr das Kind seiner Eltern ist. Henning Boëtius’ Meisterwerk – ein psychologischer Roman, mitreißend wie ein Drama von August Strindberg, ein Bild von Edvard Munch oder ein Film von Ingmar Bergman. Eine weiße Stadt am Meer, südlich von Rom: verwinkelte Gassen, Fischerkneipen und ab und an ein magischer Platz, der den Blick auf das Meer freigibt, das in der Sonne glitzert. Hierher hat sich der Schriftsteller Henning Boysen zurückgezogen, um seinen neuen Roman zu schreiben. Da erhält Boysen Post aus Deutschland. Sein krebskranker Vater Edmund ist ins Altersheim gezogen; der Sohn soll kommen und ihm helfen, sich dort einzurichten. Edmund Boysen war Zeit seines Lebens Seemann mit Leib und Seele. Jetzt, viele Jahre später, ist er dabei, seine letzte Reise anzutreten. Zuvor aber erzählt er dem Sohn noch einmal von dem, was ihm wichtig war im Leben. In diesen Gesprächen nimmt Henning Boysen Abschied von dem Vater. Aber es brechen auch die Traumata seiner Kindheit und Jugend wieder auf: das schwierige Verhältnis zur dominanten Mutter, der Kampf um die Liebe des meist abwesenden, strengen Vaters. Doch am Ende gelingt es Boysen, die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er frei, wirklich frei.
Der siebte Fall für Piet Hieronymus Eigentlich hat sich Piet Hieronymus, ehemaliger Profiler der niederländischen Polizei für Auslandsermittlungen, schon seit längerem zur Ruhe gesetzt. Doch dann erhält er die Nachricht, dass sein finnischer Ex-Kollege und Freund Einar Berglund unerwartet gestorben sei. Piet hat allen Grund, an dem Tod Einars zu zweifeln. Er macht sich umgehend auf den Weg in den hohen Norden, doch ein schwerer Sturz hindert ihn dort lange an weiteren Nachforschungen. Mit Hilfe der Vietnamesin Hue, die ihn im Krankenhaus betreute, und des Samen Matti kommt Piet schließlich einem perfiden Netzwerk skrupelloser Ärzte und Wissenschaftler auf die Spur, deren mafiöse Unternehmungen offenbar mit Einar Berglunds Schicksal in Zusammenhang stehen.
Eine mörderische Liebesgeschichte. Sonderermittler Piet Hieronymus im Bann einer geheimnisvollen Frau. Piet Hieronymus, der Mann für besondere Fälle bei der holländischen Polizei, reist nach Schottland. Dort sind einige niederländische Taucher unter merkwürdigen Umständen im Loch Ness ertrunken. Die Reise weckt Erinnerungen an eine alte Liebesgeschichte. Voller Nostalgie entschließt er sich zu einem Abstecher, um Christine, jene Frau, die ihn damals in ihren Bann schlug und deren Rubinhalsband er immer noch besitzt, zu besuchen. Und der alte Zauber wirkt wie einst. Obwohl sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen, ist Piet Hieronymus vollkommen in dieser Amour fou gefangen. Wird er sich der tödlichen Anziehung entwinden können?
Piet Hieronymus, Auslandsermittler der holländischen Kriminalpolizei, steht vor seinem schwersten Fall: Er muss das rätselhafte Verschwinden seiner schottischen Kollegin und besten Freundin Dale Mackay aufklären. Seine Nachforschungen führen ihn in das sommerlich heiße Rom. Hier stößt Hieronymus auf eine mörderische Verschwörung, der auch Dale zum Opfer zu fallen droht.
Ein spurlos verschwundener Informant, undurchsichtige Immobiliengeschäfte und eine gefährlich faszinierende Maklerin: Der neue Fall für Piet Hieronymus.
Piet Hieronymus, Auslandsermittler der holländischen Kriminalpolizei, besucht einen Freund in einer thüringischen Kleinstadt. Als sein Freund eine Morddrohung erhält, beginnt Piet zu ermitteln und entdeckt, dass das idyllische Städtchen von Feindseligkeiten geprägt ist. Seine Winterreise wird zu einer besonderen Erfahrung.
Eigentlich geht der holländische Kriminalinspektor Piet Hieronymus nach Amerika, um einen spurlos verschwundenen Immobilienhändler ausfindig zu machen. Doch die Suche von San Francisco entlang der Pazifikküste bis zur kanadischen Grenze wird - wie sich bald herausstellt - mehr und mehr zu einer Jagd auf dessen geheimnisvollen Mörder.§Sein Totemzeichen, der Killerwal, markiert die Fährte, auf der ihm Hieronymus bis in das Indianerreservat der Quileute folgt. Dabei gerät Hieronymus immer stärker in den Bann dieses mit magischen Kräften begabten Menschen, der sich Gutty Floy nennt.
Das fulminante Porträt einer stürmischen Epoche Los Angeles Times [zu 'Phönix aus Asche' ] „. hochintelligent erzählt.“ Library Journal [zu 'Phönix aus Asche' ]
In diesem fesselnden Kriminalroman aus dem alten Berlin zeigt der Autor das faszinierende Porträt einer ganzen Epoche. Berlin, im Jahre 1817. Der mysteriöse Tod einer Tänzerin erschüttert die Stadt. Kammergerichtsrat Philipp Kreisler hat den Verdacht, daß man den Fall höheren Ortes am liebsten unter den Teppich kehren möchte. Gemeinsam mit dem exzentrischen Schauspieler Ludwig Freundt stellt er selbst Ermittlungen an. Die beiden eigenwilligen Kriminalisten tauchen ein in das Nachtleben der wuchernden Großstadt. Zwischen Schnürboden und Geheimtüren, zwielichtigen Magnetiseuren und künstlichen Menschen machen sie Jagd auf den geheimnisvollen Mörder, der ein grausiges Spiel zu treiben scheint. Denn der Tod der Tänzerin ist erst der Auftakt zu einer Serie bizarrer Verbrechen.
Die Spuren eines Doppelmordes führen einen holländischen Kommissar in die fremdartige Welt der Lappen Norwegens
In "TOD AM WANNSEE" untersucht Henning Boetius das Lebensende von Kleist und akzeptiert den Freitod als legitime Option des Künstlers. Das Buch bietet ein eindrucksvolles Porträt Kleists, unterstützt von zehn faszinierenden Lithographien von Johannes Grützkes.
Roman
„Der Insulaner“ ist das eindrückliche Porträt eines bewegten Lebens, einer fast schon versunkenen Zeit, einer ganzen Welt. Und nicht zuletzt: eine einzigartige Liebeserklärung an die Kunst und an das Meer.Als der Schriftsteller B. sich wegen eines Tumors am Gehirn operieren lassen muss, fürchtet er seine Erinnerung für immer zu verlieren. Doch dann wird die Operation für ihn zu einem langen Gang durch die verschlungenen Pfade seines Lebens: Von den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs über die Wirtschaftswunderjahre und die rebellischen 60er Jahre bis in die Gegenwart. In seinem Narkosetraum erzählt er einem Analytiker die Geschichte seines Lebens. Er erzählt von der sensiblen Mutter, die ihre künstlerischen Ambitionen nie wirklich ausleben durfte, und von dem bewunderten, meist unnahbaren Vater, der einst als Offizier auf dem Luftschiff „Hindenburg“ die Katastrophe von Lakehurst. Und er erzählt von der Insel im Meer, auf der er aufwuchs und wo er sich doch stets als Außenseiter empfand… Bis er schließlich wieder aus der Narkose erwacht, ist sein ganzes Leben an ihm vorbeigezogen – und mehr als ein halbes Jahrhundert zugleich.
Der Romancier Henning Boëtius vereint die Kunst des Erzählens mit naturwissenschaftlichen Kenntnissen und führt faszinierend durch die Geschichte der Elektrizität von der Frühzeit bis heute. Er beleuchtet zentrale Fragen wie: Was ist Elektrizität? Warum waren Elektrisiermaschinen im 19. Jahrhundert so populär? Was unterscheidet Gleichstrom von Wechselstrom? Wie funktioniert ein Blitzableiter? Boëtius zieht den Leser in die spannende Geschichte des heimlichen fünften Elements hinein und spannt einen Bogen von den ersten Begegnungen mit natürlicher Elektrizität bis zur hochtechnisierten Gegenwart. Die alten Griechen entdeckten die anziehende Kraft des Bernsteins, während im 18. Jahrhundert die Erfindung der Elektrisiermaschinen elektrostatische Phänomene erneut ins Rampenlicht rückte. Forscher wollten Elektrizität verstehen und nutzbar machen, was zur Entwicklung von Dynamos, Generatoren und Transformatoren führte und die Elektrizitätsversorgung ganzer Städte ermöglichte. In der heutigen Zeit stehen Informationsverarbeitung und -übermittlung im Fokus. Boëtius verknüpft die Geschichte der Elektrizität mit Beispielen aus Mythologie und Kulturgeschichte sowie den Lebensgeschichten von Wissenschaftlern. So verbindet die Erzählung Wissen, Fakten und Geschichten, die es dem Leser ermöglichen, komplexe Phänomene und Entdeckungen zu verstehen. Zahlreiche Abbildungen und ein ausführliches Sach- und Personenregister ergänzen das Werk.
„Schönheit der Verwilderung“ erzählt die fiktive Biographie von Johann Christian Günther, dem „schlesischen Villon“, der die Anfänge der deutschen Boheme prägt. In einer Zeit des Wandels, als die Aufklärung noch im Dämmerlicht steht, übertrifft er mit seinem Denken und Dichten die von Barock geprägten Zeitgenossen. Mit nur 28 Jahren stirbt er 1723. Sein Leben ist geprägt von Widersprüchen: Er bewegt sich zwischen Seide und Lumpen, liegt vor einem Hurenhaus in der Gosse und drückt die Schönheit der Natur in zarten Worten aus. Er gerät in peinliche Situationen vor August dem Starken, durchwandert die ärmsten Gegenden Schlesiens auf blutigen Füßen und beteiligt sich an gelehrten Disputationen. Seine Exzesse führen ihn oft in den Rausch, während sein wacher Geist alchemistische Experimente erkundet. Leidenschaftliche Liebe, Trennung und Zurückweisung prägen sein Dasein, doch er schafft es, mit seinen Versen eine Magie zu entfalten, die in der deutschen Dichtung zuvor unerreicht ist. Günthers unbändiges Leben spiegelt die Herausforderungen und Freuden eines außergewöhnlichen Künstlers wider, der in einer sich verändernden Welt seinen Platz sucht.
Paris, um 1850. Durch eine unheilbare Krankheit ans Bett gefesselt, versucht Heinrich Heine seinem bevorstehenden Tod ein letztes Werk abzutrotzen: seine Memoiren, die sein Opus magnum werden sollen. An den illustren Diners der Pariser Bohème kann er schon lange nicht mehr teilnehmen. Stattdessen empfängt er gelegentliche Besuche deutscher Exilanten oder französischer Künstlerfreunde. Dann sucht überraschend Elise Krinitz seine Bekanntschaft: eine junge Frau, die Heine bewundert und zugleich hofft, in ihm einen Mentor für ihre eigenen literarischen Ambitionen zu finden. Mit ihr, die er zärtlich-ironisch „Mouche“ nennt, hat er bald darauf eine zwar platonische, aber nicht minder leidenschaftliche „Affäre“. Seine Memoiren aber werden, nachdem Heine am 17. Februar 1856 stirbt, für alle Zeit verschollen bleiben. Eingebettet in ein faszinierendes Panorama des Paris seiner Zeit, zeichnet Boëtius‘ Roman das einzigartige Porträt der letzten Lebensjahre des großen deutschen Dichters Heine.