Operationalisierte psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter
Grundlagen und Manual
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German






Grundlagen und Manual
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Hilfen für psychisch belastete Kinder und ihre Familien
Die Psychosomatische Grundversorgung ist ein zentraler Bestandteil der kinderärztlichen Weiterbildung, da psychosomatische Beschwerden wie erhöhte Irritabilität, Schlafprobleme, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Verstimmungszustände häufig bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Der 127. Deutsche Ärztetag 2023 hat diese Grundversorgung als festen Bestandteil der Facharztweiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin verankert. Auch die Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen in München, ein anerkanntes Fortbildungsinstitut, unterstützt diese Entwicklung. Seit 2010 wurden über 500 Ärztinnen und Ärzte in Psychosomatischer Grundversorgung geschult, basierend auf dem (Muster-)Kursbuch der Bundesärztekammer. Die 80-stündige Fortbildung, anerkannt von den Landesärztekammern, umfasst theoretische Grundlagen, patienten- und arztzentrierte Gesprächsführung sowie patientenzentrierte Selbsterfahrung in Balintgruppen. Ziel der Fortbildung ist es, das Bewusstsein für seelische und psychosoziale Ursachen psychosomatischer Krankheitsbilder zu schärfen und die seelische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dieses Kursbuch bietet kompakte und zielorientierte Informationen zur Psychosomatischen Grundversorgung.
Entstehung und Dynamik, Störung und psychoanalytische Therapie
Der Autor Dieter Bürgin untersucht die unbewussten psychischen Primärvorgänge und beleuchtet zentrale psychoanalytische Konzepte, die bis in die vorödipale Zeit reichen. Diese Analyse fördert ein tieferes Verständnis von Konfliktsituationen in späteren Entwicklungsphasen und liefert wertvolle Impulse für therapeutische Veränderungsprozesse in psychodynamischen Psychotherapien.
Psychoanalytisch-psychotherapeutische Perspektiven
Im psychotherapeutischen Prozess gilt es, dem Kind (und den Eltern) zu helfen, ihre schmerzlichen Erfahrungen und den – damit verknüpften Stress wahrzunehmen, ihn auf ein erträgliches Niveau zu reduzieren und die Trauerarbeit schon von – Kleinkindern, aber durchaus auch weiter bis zur Adoleszenz, bei Verlusten so in Gang zu bringen, dass möglichst keine pathologische Trauer entsteht. Die bisher nicht integrierten, affektiven Erfahrungen der Vergangenheit werden, eingeschrieben in die analytisch-psychotherapeutische Beziehung, in der Gegenwart dem Bewusstsein zugeführt, in irgendeiner Form wiederempfunden und in eine Zeitfolge wie auch eine persönliche Geschichte integriert. Das spielerische und durch die therapeutischen Interventionen der Sprache zugeführte Durcharbeiten erleichtert die Integrationsarbeit. Bürgin / Steck erörtern in diesem Grundlagenwerk die psychoanalytischen, allgemein- und neuropsychologischen Aspekte des seelischen Schmerzes und exemplifizieren dies mit klinischen Beispielen aus Therapien und Supervisionen.
Vom analytischen Hören im klinischen Dialog
Die psychoanalytische Erforschung der Grundannahmen aller am Therapieprozess Beteiligter wirft ein neues Licht auf die Wirkungsweisen oder auch Missverständnisse in einer Psychotherapie. Bürgin und seine Co-Autorinnen gelangen zu der Erkenntnis, dass man ohne Grundannahmen nicht denken kann und deren Verschiedenheit Toleranz fördert und den Therapieprozess intensiviert. Es handelt sich bei Grundannahmen um explizite und implizite Überzeugungen von jedem Einzelnen, welche wegleitend sind für die Vorgänge des Hörens, Verstehens, Abschätzens, Einordnens, Antizipierens und Regulierens sind, denn das analytische Hören wird durch die Grundannahmen des Analytikers wie auch des Patienten mitgestaltet. Diese unterschiedlichen Arten des Hörens und Verstehens wurden im Gruppendiskurs herausgearbeitet und dargestellt. Im psychoanalytischen Konzeptualisieren bleibt kein Raum frei ohne Grundannahmen. Grundannahmen schaffen so eine gewisse Stabilität, aber auch Einengung. Sie lassen sich entwickeln und hinterfragen und verändern sich in Abhängigkeit von der jeweiligen therapeutischen Beziehung und der Qualität des Dialogs.
Psychoanalyse und Behandlung pervertierender Mechanismen und Prozesse
Beim Eintritt in die Elternschaft ist ein Übergang mit einer Umgestaltung von dyadischen in triadische Beziehungsformen zu durchlaufen. Für die Entwicklung des Kindes und der Beziehungen innerhalb der Familie kommt der Qualität triadischer Beziehungsmuster große Bedeutung zu. Namhafte Autorinnen und Autoren verschiedenster fachlicher und nationaler Herkunft zum Thema der vielgestaltigen Übergänge von der Zweier- zur Dreierbeziehung. Die Komplexität wie auch die Verletzbarkeit der bestehenden und neu aufzubauenden zwischenmenschlichen Beziehungstrukturen wird durch die unterschiedlich dargestellten Fachperspektiven deutlich.