Knihobot

Ekkehart Krippendorff

    1. leden 1934 – 27. únor 2018
    Goethe-Blätter
    Die Amerikanische Strategie
    Kritik der Außenpolitik
    Le commedie di Shakespeare
    Über Verfassungswesen
    Shakespeare politico
    • Über den Tag hinaus

      Exemplarische Theaterkritik im herrschaftsfreien Diskurs

      • 166 stránek
      • 6 hodin čtení

      Theaterkritiken sind kein literarisches Genre wie der Essay, die Erzählung oder gar der Roman – allenfalls Rezensionen haben mit ihnen etwas gemein. Theaterkritiken sind aber flüchtiger und überleben selten ihren angestammten Erscheinungsort, die Tages- oder Wochenzeitung. Selten tragen sie den Mantel des Zeitungslesers vom übernächsten Tag und ebenso selten treten sie auf die Bühne der Öffentlichkeit mit dem Anspruch, von späteren Lesern und Leserinnen noch wahrgenommen zu werden. Solche Kritiken stellen bisweilen literarische Ansprüche „über den Tag hinaus“. Um solche geht es bei der hier getroffenen Auswahl aus rund dreißig Bühnenbesprechungen aus fünfundzwanzig Jahren überwiegend Berliner Inszenierungen und einigen wenigen, aber nichtsdestoweniger einschlägigen anderen Beispielen. Der Autor hat nicht den Ehrgeiz, Maßstäbe kritischen Theaters zur Diskussion zu stellen, wohl aber Maßstäbe für die Theaterkritik und sehr wohl der politischen Thematik bekannter oder weniger bekannter klassischer Stücke aktuelles Gehör zu verschaffen – auch insofern also: „Über den Tag hinaus“.

      Über den Tag hinaus2019
    • Lebensfäden

      Zehn autobiographische Versuche

      • 476 stránek
      • 17 hodin čtení

      Ekkehart Krippendorff, geboren 1934 und emeritierter Professor der Freien Universität Berlin, gilt als erster politikwissenschaftlicher Student und Promovend in Deutschland. Er erlebte die letzten Kriegsjahre als Kind und war von 1960 bis 1963 als Fulbright-Stipendiat Zeuge der Aufbruchsjahre in den USA. Als Mitbegründer der deutschen Friedensforschung und Sprecher der Studentenbewegung ab 1965 prägte er die politische Landschaft. In den 1970er Jahren lehrte er in Italien und erlebte das „rote Bologna“. Seine historisch-systematische staatskritische Monographie „Staat und Krieg“ beeinflusste soziale Protestbewegungen und kritisierte Militär und Außenpolitik. Später wandte er sich der Literatur zu und verfasste zwei Monographien über Shakespeare sowie zahlreiche Theaterkritiken. Inspiriert von Goethe, entblätterte er sein Leben thematisch und teilte es als Erzählungen mit. Krippendorff entdeckte, dass sein Leben aus verschiedenen Fäden besteht, die Notwendiges und Zufälliges miteinander verweben. Aus seinen Erinnerungen entstanden zehn in sich geschlossene, aber auch „durcheinandergeschränkte“ Autobiographien, die Themen wie Krieg, Theater, Universitäten, Nazismus, Amerika, Juden, Italien, DDR, Musik und Religion behandeln. Ein historischer Epilog beleuchtet seine Familiengeschichte als Mikro-Spiegel deutscher Geschichte.

      Lebensfäden2012
    • Die Kultur des Politischen

      • 220 stránek
      • 8 hodin čtení

      Mythologie und Literatur, Musik und Theater, Goethe, Shakespeare und die indische Bhagavadgita sind einige der Themen, mit denen versucht wird, unser zur Herrschaftsanalyse verkümmertes Verständnis von Politik aber auch die dafür zuständige akademische Disziplin daran zu erinnern, dass die Politik eine kulturelle Dimension hat, die Wege aus der zerstörerischen Macht- und Realpolitik bereithält. Spannende Entdeckungen sind da zu machen

      Die Kultur des Politischen2009
    • Die Stoffe der Tragödien stammen aus der Wirklichkeit, während der Komödiendichter seine Figuren aus der Phantasie und den Beziehungen ihrer Gesellschaft erschafft. Diese Erfindungen repräsentieren eine Welt der Möglichkeiten, die noch nicht realisiert sind. In den Figuren von Shakespeare, die Goethe als „natürliche und doch geheimnisvollste Geschöpfe der Natur“ beschreibt, erreicht die Komödie ihre höchsten Gipfel. Für Hegel sind sie die Erfüllung der Weltgeschichte und bieten die schönste Seite der Erkenntnis. Jede Komödie Shakespeares hat ihre eigene poetische und dramaturgische Physiognomie, was eine spezifische Auseinandersetzung mit jedem Stück nahelegt. Dies belohnt die Leser mit tiefen Einsichten über das Menschliche, die nur die Dichtung vermitteln kann. Obwohl Shakespeare für die Bühne geschrieben hat, offenbart sich die komplexe Vieldimensionalität seiner Werke erst durch eine intensive Lektüre, die durch die Interpretationsliteratur unterstützt wird. Eine dieser Dimensionen ist die politische, die Politik nicht als Macht und Gewalt, wie in Tragödien und Historien, sondern als ein radikal anderes Verständnis im Reich der Freiheit transzendiert und überwindet.

      Shakespeares Komödien2007
    • Politologo tedesco, Krippendorff presenta dodici saggi su altrettante opere di William Shakespeare, dall'Amleto al Re Lear, al Macbeth. In ciascuno di essi, con la sua caratteristica chiarezza, passione e precisione, Ekkehart Krippendorff analizza ciò che dell'opera in questione è ancor oggi prezioso per comprendere i meccanismi del potere. Per Krippendorff, infatti, la produzione drammatica di Shakespeare è un pozzo inesauribile di intuizioni in campo politico e i suoi testi offrono risposte inedite e illuminanti a domande sempre diverse, comprese le più complesse e attuali, in particolare riguardo alla questione del sempre difficile rapporto fra governanti e governati.

      Shakespeare politico2005
      4,5
    • Goethe - Theaterarbeit

      • 223 stránek
      • 8 hodin čtení

      Im Jahr 1776 entschied sich Goethe, in Weimar zu bleiben und dort aufklärend zu „regieren“, was auch das Theater zu seinem Bildungsprojekt umfasste. Zunächst als „Liebhabertheater“ gegründet, engagierte er die Star-Schauspielerin Corona Schröter und übertrug das Theater einer privaten Schauspieltruppe. 1791 wurde das Herzogliche Hoftheater gegründet, dessen Direktor Goethe für 26 Jahre war. In dieser Zeit verantwortete er über viertausend Aufführungen, förderte insbesondere die Opern seines Zeitgenossen Mozart und kümmerte sich aktiv um die Ausbildung der Schauspieler. Goethe war ein engagierter Direktor, der auch Prologe und Epiloge schrieb, Theaterarchitektur entwarf und intensiv mit seinen Schauspielern probte. Sein gesellschaftspolitisches Engagement umfasste eine „theatralische Sendung“, die Aufklärung und Bildung des öffentlichen Bewusstseins fördern sollte. Er sah das Theater als Mittel zur Ausbildung des Urteils, wobei er betonte, dass das Publikum mit Respekt behandelt werden müsse. Die hier zusammengestellten Texte, die Aufsätze, Gedichte und Berichte über die Probenarbeit umfassen, sind angesichts der heutigen Herausforderungen im Theater von großer Aktualität. Sie zeigen Goethes hohe Ansprüche an Theatermacher und Publikum und bieten neue Perspektiven auf seine theaterpädagogischen Ansichten. Peter Stein hat ein Geleitwort zu diesem Werk verfasst.

      Goethe - Theaterarbeit2005
    • Goethe-Blätter

      Schriftenreihe der Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V., Band II/2002

      • 124 stránek
      • 5 hodin čtení
      Goethe-Blätter2003
    • Kritik der Außenpolitik

      • 236 stránek
      • 9 hodin čtení

      Die Ehrgeizigsten aller politischen Klassen hoffen auf dem Feld der Außenpolitik in die Geschichte einzugehen, wahrhaft zu „regieren“ und Macht über Menschen im großen Stil auszuüben. Darum bedarf Außenpolitik der radikalen Kritik, aber auch konstruktiver Alternativen.

      Kritik der Außenpolitik2000
      3,4
    • Goethe

      Politik gegen den Zeitgeist

      • 232 stránek
      • 9 hodin čtení

      Die Goethezeit war eine Epoche des Umbruchs und der politischen Neuorientierungen, in der das Bild des Dichters als unpolitisch korrigiert werden muss. Goethe ging nach Weimar, um politisch zu dienen und seine humanitären Ideale zu verwirklichen. Seine amtlichen und politischen Aktivitäten im Dienst des Herzogs August sind enorm, und erst in den letzten Jahren werden diese Schriften zunehmend gewürdigt. Ekkehart Krippendorff zeigt, dass Goethe sich intensiv mit ökonomischen Fragen befasste, was ihm gelang, den Kleinstaat deutlich abzurüsten und die Zahl der Soldaten um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Man könnte ihn als den ersten Abrüstungsminister der Geschichte betrachten. Für Goethe war das Wohl des Einzelnen ebenso wichtig wie die Staatsräson. Er setzte sich mit den konkreten Lebensumständen der Menschen im Herzogtum auseinander, wobei Bildung, Arbeit, Wohnung und Umwelt für ihn von größerer Bedeutung waren als abstrakte Beschlüsse. In seinem literarischen Werk spielen politische Themen ebenfalls eine Rolle. Der Bericht „Campagne in Frankreich 1792“ warnt vor nationalistischer Kriegsbegeisterung und thematisiert die sinnlosen Opfer von Kriegen. Goethes Auseinandersetzung mit dem Orient im „West-östlichen Divan“ dient als Modell zur Überwindung kultureller Grenzen, während in „Faust“ der Versuch der vollständigen Herrschaft über Mensch und Natur thematisiert wird, was letztlich zum Scheitern führt.

      Goethe1999
    • In allen Fällen handelt es sich um Einmischungen in einen öffentlich zu führenden Diskurs, auch um Provokationen zu einem solchen Diskurs über das Militär, der ja noch immer erst in seinen Anfängen steckt.

      Militärkritik1993
    • Politische Interpretationen

      Shakespeare, Stendhal, Balzac, Wagner, Hašek, Kafka, Kraus

      Es wurde wohl erst in diesem Jahrhundert von Literaturlesern und beruflichen Interpreten zur Kenntnis genommen, daß auch die großen Schriftsteller der Vergangenheit politische Zeitgenossen waren und als solche politische Meinungen hatten und Urteile abgaben. Eine ganz andere Frage aber ist die nach der Thematisierung und Gestaltung des Politischen in den Werken der Literatur selbst. Zu einer solchen Lektüre, bei der wir uns in scheinbarer Vergangenheit spiegeln können, lädt Ekkehart Krippendorff - an ausgewählten Beispielen - im vorliegenden Band ein.

      Politische Interpretationen1990
    • Die so oft beschworene Einheit von Theorie und Praxis – Goethe hat sie in seinem öffentlichen Wirken als vielfacher Ressortchef in Weimar verwirklicht. Und er hat zeit seines Lebens – immerhin die Zeit der größten europäischen und außereuropäischen Umwälzungen – über die Politik und das Politische reflektiert. Nur scheinbar nehmen bei ihm die Politik seiner Zeit und das Nachdenken über Herrschaft, Krieg und Macht einen untergeordneten Rang ein. Tatsächlich war Goethe als Angehöriger der politischen Klasse nicht nur politisch höchst interessiert und bestens informiert, sondern auch ein ebenso unaufdringlicher wie grundsätzlicher Kritiker der Politik. »Weimar« war für ihn eine Art Experiment, ein Modell für mögliches gutes Regieren und eine Alternative zu jener historisch unvernünftigen Machstaaten-Politik, die sich dann doch durchsetzte. Aber das, wofür Goethe und Weimar stehen, ist, auch wenn sich »die Scheißkerle auf dem Fasse« behauptet haben, damit noch keineswegs widerlegt.

      "Wie die Grossen mit den Menschen spielen"1988
    • Staat und Krieg

      Die historische Logik politischer Unvernunft

      Trotz der dramatischen Erfahrungen zweier Weltkriege und des Einsatzes von Atombomben sind wir nicht aus dem klassischen Teufelskreis des Wettrüstens herausgekommen, der angeblich den Frieden sichert. Sartre bezeichnete dies als jahrtausendealte Dummheit, die jedoch eine eigene Logik hat: Sie ergibt sich aus der staatlichen Organisation der Gesellschaft, durch die Menschen über Menschen herrschen. Die politischen Klassen und Staatsmänner handeln „verantwortungsethisch“ und beanspruchen das Recht, nicht nach den Kriterien von Vernunft und Moral beurteilt zu werden. Sie haben es geschafft, ihre Logik von Politik so ins Bewusstsein der Regierten zu pflanzen, dass selbst Unvernünftiges, wie Hochrüstung und „overkill“, als rational verkauft werden kann. Diese Entwicklung hat eine lange Geschichte, die es zu kennen gilt, um sie zu überwinden. Sie beschreibt den Zusammenhang von Staat und Gewalt sowie von Staat und Militär. Diese aufregende Geschichte wird nicht chronologisch, sondern im Krebsgang von der Gegenwart aus betrachtet. Sie zeigt die Herausbildung herrschender Unvernunft, die nicht nur die der Herrschenden, sondern auch die der Regierten umfasst, die in pathologisches, verdummtes Denken eingewöhnt werden. Wesentliche Teile dieses Textes wurden im WS 1984/85 als „Universitätsvorlesung“ an der FU gehalten.

      Staat und Krieg1985